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Das Restprogramm könnte Terzic den Kopf kosten (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 17.10.2022, 21:44 (vor 1322 Tagen) @ Unterhändler

Schaun mer mal.

Prognosen für die nächsten Spiele zu stellen halte ich für sehr gewagt. Da kann vieles passieren, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.

Es sind zuviel Unwägbarkeiten dabei. Z.B. eine Slpastickeinlage des Keepers, die unser offensichtlich vorgesehene Spielkonzept über den Haufen geworfen hat und Mannschaft und Trainer damit nicht umgehen konnten. Das kann auch aufgedreht Gegenseite passieren. Wie in Freiburg.

Und nein, der Kopf des Trainers bleibt auf seinem Platz. Das gesamte ‚Projekt‘ Terzić ist das Projekt von Watzke, Sammer und wahrscheinlich auch Kehl. Dieses Projekt wird man nicht fallen lassen. Das hieße sich selbst das Scheiten zu attestieren. Und das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ob das nun gut so ist oder nicht, weiß ich nicht.


Das sehe ich auch so, aber Terzic muss sich schneller an Situationen anpassen bzw. sie besser verstehen.

Am Ende entscheidet immer der Chefcoach, aber dessen Entscheidung ist nie eine einsam getroffene. Auch Pep und Kloppo halten immer Kontakt mit den Analysten, Taktikexperten und Co-Trainern auf der Bank oder die zu den Trainern. Die Mitarbeiter des Trainers machen aufgrund der Analysen Vorschläge wie man agieren/reagieren sollte. Das wird abgestimmt und wie gesagt entschieden. Ich glaube kaum, dass Terzić sich über diese Vorsxhläge hinwegsetzt.

Insofern gilt was Du (mAn richtigerweise) sagst nicht für Terzić allein, sondern für ihn und das gesamte Team auf der Bank.

Die Taktik zunächst arg defensiv zu agieren und Union sich müde spielen lassen, war in meinen Augen richtig, Motto: bloß kein Tor zulassen.

Im Prinzip bin ich bei Dir, nur gehe ich nicht davon aus, dass man Union sich müde spielen lassen wollte. Union hat dann Probleme, wenn man selbst das Spiel machen muss. Müssen sie selbst über einen längeren Zeitraum des Spiels nach vorne agieren, ergeben sich zwangsläufig irgendwann Räume und somit Konterchancen für den Gegner.

Aufstellungen des Gegners zu spiegeln und sie mit ihrer eigenen Spielweise zu konfrontieren ist eigentlich eher eine Herangehensweise von Underdogs. Kovać hat dies als Trainer der SGE des Öfteren gemacht, aber auch bei Tuchel war dies in seiner Zeit beim BVB das eine oder andere Mal der Fall. Aber bei der eingespielten und in dieser Saison bislang sehr stabilen Mannschaft von Union war der BVB nicht der Favorit und gegen entsprechend spielende Teams tut der BVB sich bereits seit etlichen Jahren schwer. Daher bin ich mir ziemlich sicher, das man Union aus ihrer tiefen Grundposition herauslocken und selbst kontern wollte.legitim und gar nicht so dumm.

Dumm halt nur, wenn man sich mit einer notwendig werdenden Marschroutenänderung so schwer tut.


Als das dann nach 20 Minuten obsolet war, hätte er mMn sofort reagieren und die 5-Kette auflösen und spätestens nach 30 Minuten mindestens 2 Wechsel vornehmen und unbedingt 2 "Zehner" bringen müssen (Reus, Brandt oder Reyna), dafür Can/Öczan/Meunier raus. Das wäre zwar die Höchststrafe für die Spieler gewesen, aber das sollten sie unter taktischen Notwendigkeiten verstehen müssen. Im Nachhinein hätte das wohl auch nichts gebracht, wie man nach der Halbzeit gesehen hat.

Ich habe mir im Verlauf der 1. Halbzeit mehrfach selbst die Frage gestellt, ob Terzić noch in dieser 1. Halbzeit umstellt/wechselt, oder erst im Verlauf der 2. Spielhälfte. Gehofft hatte ich auf eine sofortige Umstellung und entsprechende Wechsel (unsere Hilflosigkeit war evident), erwartet hatte ich sie direkt zum Wiederbeginn.

Ob dies die Wende in diesem Spiel gebracht hätte, kann niemand wissen. Zumindest hätte man mehr Zeit gehabt und hätte Union sich tatsächlich müde spielen lassen können. In den letzten zehn Minuten des Spieles merkte man den Eisernen schon an, dass die Kräfte nachließen.


Gegen City z.B. hätte er die Wechsel in der Defensive eher sein lassen sollen, das gab Unruhe und Zuordnungsprobleme und mündete in Haalands Tor gegen Schlotterbeck (kein Vorwurf), ich bin überzeugt, wenn wir den Stiefel da so weiter runter gespielt hätten, wäre das Tor zumnidest so nicht gefallen. Aber alles Konjunktiv.

Genau das hatte ich seinerzeit zu dieser Entscheidung angemerkt. In einer solchen Situation bringt jeder Defensivwechsel zunächst einen Moment der Unruhe, der Orientierung/Neuorientierung. Und genau diesen Moment hat ManCity ganz genau abgepasst und genutzt.

Es gibt Trainer, die z.B. grundsätzlich vor Defensivstandards keinen Wechsel durchführen und zwar genau aus den o.g. Gründen.


Nun dran bleiben und in die Winterpause schleppen mit Erfolgserlebnissen, dann muss aber teamintern einiges passieren, ich traue es Terzic zu und hoffe, dass er noch länger bleibt, auch wenn das Saisonergebnis ernüchternd werden sollte. Eine bessere Konstellation (sic!) kriegen wir erstmal nicht hin und da muss man dann durchhalten.

Was Terzić anbelangt bleibe ich zurückhaltend. Möglicherweise, man sollte es mAn zumindest nicht ausschließen, gelingt es Terzić und dem Team ja ‚on the Job‘ in den kommenden Spielen Struktur und Abläufe ins eigene Spiel hineinzubekommen. Der enge Spielplan lässt kaum etwas anderes zu. Nur sollte man dann auch wissen, welche Struktur man dem Team geben will.


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