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Ist eigentlich nur mir Terzic so sympathisch? (BVB)

Blarry @, Essen, Mittwoch, 07. April 2021, 14:59 (vor 13 Tagen) @ Textmarker

Authorität ist aber keine Einbahnstraße, sondern erfordert Bereitschaft und Compliance von den Untergebenen. Und da sind wir mit unser Kaderkomposition einfach extrem im Arsch: viele junge Spieler, die sich schon an der Spitze der Nahrungskette sehen und ausschließlich ihrer Marke verpflichtet fühlen. Alte Säcke, die aus Frust aufgegeben haben oder gewohnheitsmäßig jeden Trainer absägen. Ein Schwung Mittzwanziger, für die der BVB den Höhepunkt der Karriere darstellt, und die nach jedem Spiel als Spucknapf für den sabbernden Anhang und ihre depperten Mannschaftskameraden herhalten müssen.

Einen in Sachen Leistungsvermögen und persönlicher Motivation so heterogenen Kader leisten sich in der Bundeslade höchstens die Blauen, und die zahlen den Preis dafür.

Was uns eine Zeitlang ausgezeichnet hat, war doch, wie wir regelmäßig unsere Superstars verlieren, aber trotzdem Jahr für Jahr besser und kompletter wurden. Das hat uns in den letzten zwei, drei Jahren Leipzig ein wenig voraus. Die verlieren mit Keita und Werner ihre besten Leute, und niemanden juckt es. Die werden schon irgendwie mit Upgrades oder Sidegrades ersetzt, und weiter gehts. Und zwar nicht mit Typen, die vom Leistungsvermögen her ihren neuen Kollegen meilenweit voraus sind oder hinterherhinken, sondern einfach in den Kader passen.

Was macht man draus? Auf die Leistungen von Sancho, Haaland, Pulisic möchte man nun auch nicht verzichten, wenn sie für einen verfügbar sind. Wie wiederum kriegt man die Jungs in ein Mannschaftsgefüge integriert, ohne es komplett, und ich verwende hier hochkomplizierte Fachterminologie aus der Sportpsychologie, zu zerficken? Habe vor paar Tagen ja schon was dazu geschrieben, wie es Gift für die Spieler sein kann, ständig an den eigenen Überfliegern in der Mannschaft gemessen zu werden. Mittlerweile, gerade unter Berücksichtigung dieser Heterogenität bei uns, bin ich mir echt nicht sicher, ob ein Kader um Meunier, Akanji, Zag, Delaney, Schulz, Dahoud, Can, Hazard nicht bessere Karten im Rennen um die Champions League gehabt hätte. Die sind allesamt nicht schlechter als das, was in Frankfurt oder Wolfsburg herumläuft, aber viel enger beieinander, viel eher in der Lage, eine Mannschaft zu formen.

 

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