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Neu auf schwatzgelb.de: Watzke, Zorc und die Frage nach der Verantwortung (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 27.11.2019, 10:35 (vor 2473 Tagen) @ Sascha

Sie haben aber mit Geld speziell uns gezeigt, dass sie uns kaputt machen können, wenn sie wollen. Und die Transfers von Lewandowski, Götze und Hummels waren bei uns ja auch nicht nur sportliche Wirkungstreffer.

Diese Transfers waren allerdings z.T. deutlich später als 2012.

Unsere zweite Meisterschaft bzw. unsere Aufholjagd in Verbindung mit dem Schwächeln der Bayern nach der Winterpause haben den Bayern klar ihre damaligen ‚Defizite‘ vor Augen geführt. Platz zwei in der Meisterschaft, das hoch verlorene DFB-Pokalendspiel sowie on top das unglücklich verlorene ‚Finale dahoam‘ in der CL haben sie dann nur noch in ihren Bemühungen bestätigt und bestärkt, gezielt personell zu investieren.

Die Kontakte zu Martínez, dessen Berater und seinem Club waren bereits durch Nerlinger und Heynckes frühzeitig im Laufe der Rückrunde 11/12 erfolgt. Allerdings erwies es sich als äußerst zäh, in Verhandlungen mit Bilbao einzutreten, da man dort Martínez nicht ziehen lassen wollte. Ich persönlich bezweifle, dass man am Ende tatsächlich die für Bayernverhältnisse extrem hohe Ablösesumme für Martínez kurz vor Schließung des Transferfensters bezahlt hätte, wenn man nicht in den beiden Finalspielen so gedemütigt worden wäre. Letzten Endes haben wir (und Chelsea) die Bayern zu ihrem Glück gezwungen. Martínez war der Königstransfer der Bayern für die souveränste Meistersaison überhaupt , den Gewinn des DFB-Pokals und der CL. Dante und Mandzukic haben ihren Teil ebenso dazu beigetragen. Die Saison 12/13 hat mehr als deutlich aufgezeigt, das wir nur für eine kurze Zeit Bayern Paroli bieten konnten. Im Grunde war es nur eine Saison (11/12), denn in der Saison 10/11 waren die Bayern fleißig dabei, sich selbst zu zerlegen und mussten sich hinter Leverkusen mit dem dritten Platz begnügen.

Die Transfers von Lewandowski und erst recht Hummels würde ich persönlich nicht unter der Kategorie ‚Wir zeigen denen, dass wir sie zerstören können‘ einordnen. Zu dem Zeitpunkt waren wir längst keine Gefahr mehr für die Bayern und hatten auch nicht die Möglichkeiten, es wieder einmal zu werden. Lewandowski wollte unbedingt zu ihnen wechseln und war aufgrund seiner Leistungen auch ‚natürliches Transferziel‘. Ähnlich verhält es sich mit dem Hummels-Transfer, wobei da wohl auch hauptsächlich der Wille von Hummels ausschlaggebend war, den BVB zu verlassen. Bei Götze war das schon anders, zumindest was den Zeitpunkt der Bekanntgabe anbelangt. Wobei Hoeneß sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt dahingehend geäußert hat, dass er sich einen Wechsel Götzes zu Bayern irgendwann einmal gut vorstellen könne. Bei diesem Transfer spielten allerdings auch interne Angelegenheiten bei den Bayern eine Rolle (Gespräche mit dem zukünftigen Trainer Guardiola über Transfers / Götze als Alternative zu Neymar).


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