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Watzke, Zorc und die Frage nach der Verantwortung (BVB)

UpperEast, RheinRuhr, Dienstag, 26.11.2019, 10:11 (vor 2473 Tagen) @ Eisen

...die Verantwortung für die Kaderzusammenstellung liegt zuerst beim Sportdirektor.
Dem Aki Watzke seit seinem ersten Arbeitstag hier zu 100% folgt.
Dazu gehören personelle Merkwürdigkeiten wie die nostalgischen und teuren Rückholaktionen, die weder Substanz noch Charakter der Mannschaft stärkten (Sahin, Kagawa, Götze nebst Buddy Schürrle), aber ausnahmslos für Mutlosigkeit und fehlende Innovation der sportl Leitung stehen.

Die Trainerentscheidungen seit 2015 müssen ausnahmslos als personelle Fehlentscheidungen gewertet werden.
Und das nicht, weil Tuchel, Bosz oder Favre schlechte Trainer wären.

Die menschlich schwierige Komponente beim Taktiknerd Tuchel war bereits in Mainz bekannt und gefürchtet. Jeder im Umfeld des FSV wußte davon.
Beim BVB wollte das niemand hören.

Die kauzige und eher unkommunikative Arbeitsweise von Favre hat jeder im Bundesliga-Fußball Beschäftigte gekannt. Beim BVB offenbar nicht.

Das sind - unabhängig vom Fehlen jeglicher strategischen und spieltaktischen Konsistenz, ganz erhebliche Mängel bei der Besetzung des vltt wichtigsten Mitarbeiterpostens.

Mit dem professionellen Einsatz eines klaren und modernen Anforderungsprofils vor Besetzung von Führungspositionen arbeiten heute praktisch alle größeren u international vernetzten Unternehmen verschiedenster Branchen.
Beim BVB ist das definitiv bis Sommer 2018 ignoriert worden.

Lucien Favre muß einem heute nicht leid tun, auch er hätte wissen müssen, auf wen er sich in Dortmund einläßt.

Wenn ein Club mit fast einer halben Milliarde Umsatz und der Dynamik des modernen Fußballs noch immer ohne innovative und transparent arbeitende Führung arbeitet, verliert er Zeit und Schwung.

Die unterlassene Nagelsmann- Personalie ( aus welchen kleinkarierten Gründen hat man ihn nie ernsthaft verpflichten wollen ?) ist für den BVB so schmerzlich wie Bayerns Ignorieren der Option Tuchel.

Zur top ausgebildeten Generation junger Fußballmanager gehört neben Simon Rolfes und Max Eberl übrigens auch ein gewisser Sebastian Kehl.


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