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Watzke, Zorc und die Frage nach der Verantwortung (BVB)

CHS, Lünen / Dortmund, Dienstag, 26.11.2019, 11:10 (vor 2473 Tagen) @ UpperEast
bearbeitet von CHS, Dienstag, 26.11.2019, 11:14

...die Verantwortung für die Kaderzusammenstellung liegt zuerst beim Sportdirektor.
Dem Aki Watzke seit seinem ersten Arbeitstag hier zu 100% folgt.

Naja, der Geschäftsführer (siehe Götze) wird da auch ein Wort mitreden dürfen. Übrigens ist der jetzige Sportdirektor ein Garant dafür, dass man in der Regel seit Jahren nur schwarze Nullen bei den Transfers einfährt. Ganz nebenbei, diese Kaderzusammenstellung sorgte für die längste Europapokaltradition seit bestehen dieses Vereins und die aktuell zweitlängste in deutschen Fußball.

Dazu gehören personelle Merkwürdigkeiten wie die nostalgischen und teuren Rückholaktionen, die weder Substanz noch Charakter der Mannschaft stärkten (Sahin, Kagawa, Götze nebst Buddy Schürrle), aber ausnahmslos für Mutlosigkeit und fehlende Innovation der sportl Leitung stehen.

Es wird halt gerne verdrängt, dass sowohl Sahin als auch Kagawa gerade am Anfang der Rückholaktion ihre Leistung zeigten (gut, nicht auf den ursprünglichen Leistungsstandard). Götze war bekanntlich eine Aktion von Watzke und Schürrle war der Beruhigungstropfen für Tuchel, da ihm der eben genannte Spieler vorgesetzt wurde und er nicht seinen Spieler kriegte (Toprak). Wenn man kein Mut bewiesen hätte, wäre ein Sancho wohl nicht zum BVB gekommen. Oder ein Toprak wäre für deutlich mehr Geld nach Dortmund gekommen und das Schnäppchen Bartra gäb es nicht.

Die Trainerentscheidungen seit 2015 müssen ausnahmslos als personelle Fehlentscheidungen gewertet werden.

Trotzdem erreichte man sportliche Erfolge und immer wieder den Einzug im Europapokal.

Die menschlich schwierige Komponente beim Taktiknerd Tuchel war bereits in Mainz bekannt und gefürchtet. Jeder im Umfeld des FSV wußte davon.
Beim BVB wollte das niemand hören.

Wusste man, aber man hatte die Hoffnung, dass man ihn hinbekommt. Sportlich klappte es ja, es gab halt andere Probleme, die man so lange wie möglich unter Kontrolle halten wollte.

Die kauzige und eher unkommunikative Arbeitsweise von Favre hat jeder im Bundesliga-Fußball Beschäftigte gekannt. Beim BVB offenbar nicht.

Lustig deine Aussage, der BVB hat bei seiner Vorstellung schon gesagt, dass man weiß, was man bekommt.

Das sind - unabhängig vom Fehlen jeglicher strategischen und spieltaktischen Konsistenz, ganz erhebliche Mängel bei der Besetzung des vltt wichtigsten Mitarbeiterpostens.

Mit dem professionellen Einsatz eines klaren und modernen Anforderungsprofils vor Besetzung von Führungspositionen arbeiten heute praktisch alle größeren u international vernetzten Unternehmen verschiedenster Branchen.

Ähm, dir ist klar, dass man gerade beim BVB sehen kann, wer für welchen Bereich zuständig ist (Geschäftsbericht 18/19, Seite 40)?

Beim BVB ist das definitiv bis Sommer 2018 ignoriert worden.

Erst einmal ist die Zeit falsch (Sammer und Cramer waren vorher schon da, auch Kehl hat vor dem Sommer schon beim BVB gearbeitet). Zum anderen dürfte die Aufgabenverteilung sich nicht groß verändert haben, nur die Anzahl der Mitarbeiter hat sich geändert.

Wenn ein Club mit fast einer halben Milliarde Umsatz und der Dynamik des modernen Fußballs noch immer ohne innovative und transparent arbeitende Führung arbeitet, verliert er Zeit und Schwung.

Hihi, wie lange hat der Branchenprimus für seine Personalentscheidungen gebracht (Sportdirektor) und wie klar sind da die transparent arbeitende Führung (Trainerfrage in der letzten Saison)?

Die unterlassene Nagelsmann- Personalie ( aus welchen kleinkarierten Gründen hat man ihn nie ernsthaft verpflichten wollen ?) ist für den BVB so schmerzlich wie Bayerns Ignorieren der Option Tuchel.

Es ist wirklich blöd, dass es Arbeitgeber gibt, die auf die Einhaltung von Verträgen pochen....

Zur top ausgebildeten Generation junger Fußballmanager gehört neben Simon Rolfes und Max Eberl übrigens auch ein gewisser Sebastian Kehl.

Und deshalb glaube ich, dass er irgendwann Nachfolger von Zorc wird. Aber da gibt es noch andere Kandidaten. Übrigens, auch Eberl war häufig genug in der Kritik und ein Rolfes wurde doch nur als Frühstückdirektor unter Völler angesehen.

Gruß

CHS


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