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Die Sehnsucht nach dem Neuanfang (BVB)

Alones, Dienstag, 26.11.2019, 16:53 (vor 2473 Tagen) @ hanno29

Aber man ist hier so sehr in das Klischee verliebt, Tuchel sei menschlich unsympathisch gewesen, dass man die reale überragende Punkteausbeute von ihm nach der Kloppsaison vorher und nach dem Leerkauf der wichtigsten Stars später gar nicht mehr in Betracht zieht. Diese "große Erzählung" stimmt einfach nicht.


Wenn zu Dir jemand kurz nach einem Anschlag auf Dein Leben sagt "Und mit diesen Weicheiern soll ich die Bayern schlagen?", und das ist bisher unwidersprochen, dann ist das nicht nur menschlich unsympathisch, sondern der letzte Dreck.

Ein Anschlag, bei dem auch Tuchel selbst im Bus saß (im Gegensatz zu Watzke) und wohl dementsprechend auch noch von dem Ereignis mitgenommen war. Hätte man so nicht sagen sollen, aber ist jetzt in Anbetracht der Umstände auch nicht der Weltuntergang. Die Probleme waren wohl eh viel tiefgründiger, wobei hier es nie wirklich konkret wurde, sondern es stets nur vage Andeutungen gab.

Ansonsten ist das Tuchel-Thema mittlerweile genauso nervig wie die Klopp-Nostalgie. Ja, die Amtszeit von Tuchel ist im Nachhinein schwer zu bewerten. Ein Übergang von Tuchel direkt zu Favre wäre wohl am besten gewesen. Nur lässt sich das jetzt nicht mehr ändern. Wir diskutieren hier über Dinge, die sich nicht mehr ungeschehen machen lassen.

Viel spannender ist doch die Frage, wer die aktuelle Misere zu verantworten hat? Und daran haben sicherlich wieder viele Parteien schuld. Nur finde ich es mittlerweile echt ein wenig anstrengend, dass jedes Mal, wenn man Watzke & Zorc kritisiert, fast schon automatisch auf das Thema Tuchel kommt. So drehen wir uns wirklich nur noch im Kreis.


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