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Neu auf schwatzgelb.de: Watzke, Zorc und die Frage nach der Verantwortung (BVB)

mulcohol, Dienstag, 26.11.2019, 12:28 (vor 2474 Tagen) @ bastlke

Favre hat ja im ersten Jahr schon auch Erfolg mit diesem Team gehabt. Spiele wie gegen Augsburg oder Leverkusen fallen mir da ein, die wirklich nicht tröge waren. Andererseits haben wir so viele Spiele gesehen, wo ich mir als Fan mehr als verarscht vorkomme was die Leistung der Mannschaft betrifft....

Diese beiden Spiele werden zusammen mit dem Bayern-Spiel immer als Paradebeispiel genannt, wenn es um das Spielglück geht, das wir in der ersten Halbserie hatten.
Das stimmt zwar einerseits, andererseits sehe ich das mit der Verteilung des 'Glückes' nicht so. Das waren halt noch Vollgasveranstaltungen mit Hurra-Fussball und einem für uns glücklichen Ende.
Das wirkliche Glück hatten wir meiner Meinung nach in der zweiten Hälfte der Hinrunde, als wir etliche Spiele glücklich mit nur einem Tor gewonnen hatten.

Wenn bei einem neuen Trainer nicht gleich alles funzt, heißt es immer, es braucht seiner Zeit, bis der Neue seine Spielphilosophie etabliert hat, das geht nicht von Heute auf Morgen. Ich sehe das umgekehrt so, dass es bis Mitte der Hinrunde gedauert hat, bis der abwartende Geduldsfussball von Favre sich immer mehr durchgesetzt hat.
In der ersten Hälfte der Hinrunde hatten wir oft Spielglück, dass wir aber auf 2-3 mal Spielpech hatten, z.B. den dämlichen Ausgleich gegen Hertha in der Nachspielzeit bekommen haben, wird dabei oft unterschlagen.
Erst in der zweiten Hälfte der Hinrunde setze sich immer stärker durch, angefangen beim Sieg in Wolfsburg, nach einer Führung und überlegenem Spiel nicht nachzusetzen, sondern die Führung zu verwalten. Also das, was uns in der Rückrunde die Meisterschaft diese Saison schon viele Punkte gekostet hat.
Dass wir 2018 die Spiele in Wolfsburg, Mainz und Gelsendingens sowie daheim gegen Gladbach und Bremen alle mit einem Tor gewonnen haben (und bei 2:0 gegen Freiburg fiel der zweite Treffer auch erst in der Nachspielzeit) ist meiner Meinung nach in Summe mehr Glück, als wenn gegen Augsburg der letzte Freistoß reingeht.
Diese Spiele haben wir trotz der Favre-Taktik (Abwarten, Geduld, Kontrolle) noch gewonnen. In Mainz und bei Blau hätten wir vor dem Ausgleich höher führen müssen und in den anderen Spielen (außer Freiburg) war es teils Riesenglück, nicht in der Schlußphase den Ausgleich zu kassieren, wie es uns dann in der Rückrunde und diese Saison in Frankfurt/Freiburg passiert ist.
Ich glaube nicht, dass wir in der Hinrunde 2018/2019 über unsere Verhältnisse gespielt haben. Wir haben in der ersten Hälfte mit Glück (Augsburg, Leverkusen, Bayern) und Pech (Ausgleich Berlin, kein Elfer in Hoffe, nur 0:0 in Hannover) noch das gespielt, was wir können, und eigentlich erst in der zweiten Hälfte dauernd das Spielglück gehabt, trotz des Favre-Ansatzes etliche Spiele noch knapp zu gewinnen. Viele hier sehen das ja genau umgekehrt, also nur Spielglück am Anfang und Normalität danach.


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