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Bitte fair bleiben,... (BVB)

Alones, Dienstag, 26.11.2019, 14:24 (vor 2473 Tagen) @ CHS

Ich empfehle dir mal die durchschnittlichen Punkte pro Halbjahr z. B. unter Klopp anzugucken: 29, 30, 30, 27, 43, 32, 34, 47, 30, 36, 32, 39, 15, 31 (Die Meisterschaften sind fett markiert). Sehr häufig lebte man von einem Ausreißer in einer Halbserie, sonst war man halt im 30 bis 35 Punktebereich. Mit 34 Punkte ist man da gar nicht so schlecht dabei. Das Problem ist halt, es gibt immer noch bessere.

Grundsätzlich sollte man von der Mannschaft mindestens 35 Punkte pro Halbserie erwarten können. Ansonsten brauchen wir auch keine Unsummen in diesen Kader zu pumpen. Dann passen wir unsere Kaderkosten eben den anderen Vereinen an, die so um Platz 3-6 spielen, begraben jegliche Ambitionen und sind halt mal ganz zufrieden, wenn es besser als erwartet läuft.

Stimmt, da waren auch glückliche Last-Minute-Siege dabei. Aber dann solltest du nicht vergessen, es gab auch viele Sachen, die uns Punkte gekostet haben (Dumme Gegentore der Mannschaft gegen Hoppenheim und Bremen, komische Schirientscheidungen gegen Hertha (?) und GE)

Ja, genau deswegen halte ich nichts von diesen "Was wäre, wenn gewesen..."-Szenarien. Solche Diskussionen bringen doch nix. Das Leben findet nun einmal nicht im Konjunktiv scheint. Solche Gedankenspielerein mögen zwar ganz lustig sein, aber mit unserem aktuellen Ist-Zustand hat das doch nix zu tun.

Drei Niederlagen in 17 Spielen (Rückrunde 18/19) ist also schlecht? Es gab im gleichen Zeitraum nur drei Mannschaften, die weniger hatten (Der erste, der zweite und der fünfte der Rückrundentabelle) Ich stimme dir zu, wenn man so viele Punkte hat wie in der Hinrunde, da kommen einen "nur" 34 Punkte wenig vor. Aber trotzdem sollte man fair bleiben.

Die Betrachtungsweise ist mir zu kurz gegriffen. Ich wäre ja sogar noch bei dir, wenn ich irgendwelche (positiven) Entwicklungen erkennen könnte. Aber ich sehe da weiterhin wenig Fortschritte:

- die Abwehr ist eine Katastrophe
- keinerlei Konstanz
- die Mentalitätsfrage schwebt immer noch im Raum
- die Mannschaft wirkt labil
- mittlerweile spielen wir selbst phasenweise Antifußball (Derby, Inter)
- Disziplinlosigkeiten
- mangelhafte Kaderzusammenstellung
- etc.

Wo genau siehst du denn aktuell die positiven Ansätze, die dir Mut machen?

Hättest du nur eine Saison gesagt, hätte ich dir zustimmen können, aber gerade in der Saison 16/17 holte man einen Nationalen Titel. Etwas, was außerhalb von München in den vergangenen 10 Jahren nicht so häufig war, oder?

Nur musste der erfolgreiche Trainer trotzdem gehen, weil intern anscheinend ordentlich der Baum brannte, und das Trainerchaos in der Folgesaison nahm seinen Lauf. Dementsprechend schwer tue ich mich damit, das als großen Erfolg zu bewerten. Zumal ein Pokalsieg als klare Nummer 2 in Deutschland auch einfach mal ab und zu drin sein muss. Keine Selbstverständlich, aber jetzt auch nix, was eine riesige Sensation wäre.

Ich könnte Vergleiche mit 1997 oder auch 2002 machen, ich wollte nur zeigen, dass man auch im Erfolg Fehler machen kann (gibt für andere Vereine auch, aber ich kenne mich halt am besten beim BVB aus). Was wurden denn aus den letzten drei Meister, die nicht Bayern oder Dortmund hießen?

Ich verstehe wirklich nicht, warum du die Vergleiche zu früheren Jahrzehnten oder anderen Vereinen bemühst? Wir leben in einer völlig anderen Zeit. Nur weil man damals große Scheiße gebaut hat, heißt das ja nicht, dass man daraus irgendetwas für unsere aktuelle Situation ableiten könnte. Und nur weil Stuttgart beispielsweise komplett abgewirtschaftet hat, heißt das ja auch nicht, dass es uns auch so ergehen muss. Diesen Zusammnenhang gibt es einfach nicht. Also bin ich stark dafür, die Fehler der heutigen Zeit zu analysieren und daraus dann die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Wie auch immer diese aussehen mögen.


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