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Der Anschlag als Auslöser für die Situation heute (BVB)

geronimo09, Iserlohn, Samstag, 04.11.2017, 23:18 (vor 3029 Tagen) @ hannes09

Der Anschlag damals hat meiner Meinung nach großen Einfluss auf die Situation heute.
Aki stand unter extremem Druck durch die UEFA und den Terminplan, er hat nach dem Motto entschieden "the show must go on". Tuchel kam sich überrumpelt vor, dazu generell das schwierige Unterfangen, den Anschlag zu verarbeiten. Zuvor haben wir grandios in der CL gespielt, nach dem Anschlag flog man klar gegen Monaco raus.
Irgendwo da müssen sich einige Leute in der Führungsriege gestritten haben, wobei wohl Dinge vorgefallen sind, die eine weitere Zusammenarbeit unmöglich machten.

Damit wurden Aki und Zorc unter Zugzwang gesetzt und mussten einen anderen Trainer finden. Nachdem ihr Wunschkandidat Favre keine Freigabe erhielt, haben sie dann Bosz geholt. Die ganze Aktion ist nicht das, was wir an Kontinuität und Weitsicht aus den vorherigen Jahren kannten. Aber der Grund dafür war eben der plötzliche Anschlag.

So, und da sind wir jetzt. Bosz ist hier und lässt einen anderen Fußball spielen als Tuchel. Spieler sind hier, die Tuchel wollte und nicht Bosz. Trotzdem sind wir extrem gut in die Saison gestartet. Dann folgen einige schlechte Spiele und Bosz macht auch seine Fehler. Allerdings ist Tuchel irgendwie immer noch in den Köpfen und Bosz wird dauernd mit ihm verglichen. Es entsteht eine unglaubliche Aufruhr, die Bosz überhaupt nicht gebrauchen kann, denn sein System erfordert volle Überzeugung. Wenn nur halbherzig gepresst wird, steht die Abwehr unter Druck. Traut sich einer der Innenverteider nicht, aufzurücken (meist Toprak) hebt er das Abseits auf und wir sehen beschissen aus, usw.

Die Hysterie ist allerdings schon so weit fortgeschritten, dass es jetzt schwer wird, den Spielern das nötige Selbstbewusstsein mitzugeben und den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen.

Grundsätzlich sehe ich es ähnlich. Ich habe für spätere Zeiten die einschlägigen Interviews archiviert. Damit ich, wenn ich mal alt und trübe bin, der Legendenbildung widerstehen kann.

Die Aussagen und Widersprüche der Beteiligten sind im O-Ton abzurufen. Eine "Glanzstunde" für unseren Verein, gegenüber dieser - für mich persönlich - jede noch so schwere sportliche Krise enorm an Bedeutung verliert.

Es gibt Dinge, die holen einen ein. Und vielleicht ist das auch gut so.


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