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Klare Tendenz beim BVB - Kovac vor Verlängerung (Spieltage)

markus, Dienstag, 05.05.2026, 13:10 (vor 2 Tagen) @ Sascha

Ich verlange ihn nicht, es ist aber das, was von ihm erwartet wird. Da macht doch selbst der Verein keinen wirklichen Hehl draus.

Fußball hat für viele Fans nun mal auch einen großen Unterhaltungsfaktor und der kommt bei dieser ergebnisorientierten Spielweise auf Dauer eben zu kurz. Kovac wird ein Problem bekommen, wenn die Spiele nicht etwas spektakulärer werden. Das ist einfach so.


Intern weiß man genau, welche Grenzen der Kader und das Budget setzen. Watzke hat sich oft genug in seinen Reden entsprechend geäußert. Das gesamte Umfeld muss begreifen: Attraktivität ist nicht einfach eine Stellschraube, die Kovac nur höher drehen muss. In der Praxis hängt das direkt an individueller Qualität und finanziellen Möglichkeiten. Genau da liegt der Unterschied zu Vereinen wie Bayern München.

Und am Ende wird ein Trainer immer zuerst an Ergebnissen gemessen. Wenn die stimmen, hält sich das Unterhaltungsproblem erfahrungsgemäß deutlich länger in Grenzen, als viele behaupten.

Gegenbeispiel: Unter Peter Bosz war es sehr unterhaltsam und er musste gehen, weil die Ergebnisse ausblieben.


Es ist doch mittlerweile auch von seriösen Medien kommuniziert worden, dass man an Kovac die Aufgabe gestellt hat, einen offensivstärkeren Fußball zu implementieren. Es braucht eben Erfolg und eine attraktive Spielweise.

Und was das Umfeld angeht: da ist der Verein auch zu einem gehörigen Teil mit schuld. Jahrelang hat man diese emotionale Karte bewusst weit ausgereizt und finanziell genutzt. Adrenalitrips, Vollgasveranstaltungen - alles musste bei Borussia besonders echt, emotional, leidenschaftlich und intensiv sein. Dann muss man sich auch nicht wundern, wenn die Erwartungshaltung dann bei "wir spielen jetzt nüchternen Fußball, der rein auf Erfolg ausgerichtet ist" nicht mitkommt.

Aber das weiß man doch alles. Zumindest sollte hier im Forum jeder, der nicht komplett gegen den Schrank gelaufen ist, wissen, dass das bloßes Marketing-Geschwätz ist. Schließlich gibt es dazu genügend SG-Artikel.

Auch dass Geld für sportlichen Erfolg entscheidend ist, sollte man spätestens irgendwann zwischen 2013 und heute gemerkt haben.

Warum dann trotzdem so getan wird, als würde alles von der inneren Einstellung abhängen oder als könne man einfach einen Schalter umlegen, ist mir ein großes Rätsel.

Man tut sich damit auch keinen Gefallen. Solange es diese extremen Unterschiede bei den Finanzen gibt, solange wird sich das auch nicht mehr ändern.

Und wer sich dafür einsetzt, dass Eintrittspreise nicht deutlich steigen (obwohl das möglich wäre), dass Rheinmetall doch bitte gehen soll (obwohl sie sehr gut zahlen) und man Fußball über VPN guckt, der entscheidet sich dann ja auch gegen mögliche höhere Einnahmen. Und eben dafür, dass wir nicht in die europäische Spitze aufsteigen werden. Zumindest diese Gruppe kann doch nicht ernsthaft die oben genannte Erwartungshaltung haben.


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