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Opposition gegen BVB-Boss Watzke - Klub vor Machtkampf (BVB)

Giog, Mittelhessen, Dienstag, 27.05.2025, 19:24 (vor 259 Tagen) @ stfn84

Ich sehe es nicht kritisch, dass sich mehrere Personen zur Wahl stellen wollen oder vom dafür vorgesehenen Gremium zur Wahl gestellt werden, sondern dass man es für sinnvoll erachtet entgegen der Satzung die eigene Kandidatur medial zu verkünden und gleichzeitig eine Änderung des Teams ohne nähere Erläuterung einfach so rauspustet. Diese Aufgabe wurde bisher eben vom Wahlausschuss wahrgenommen, auch wenn es möglicherweise eine Formalität darstellt.

Wenn ich aber nun öffentlich verlautbaren lasse, dass ich mich zur Wahl stelle und dann auch noch ein neues Team zusammenstelle, wirkt das auf mich eben strange. Und ich verstünde gerne die Intention dahinter:

Warum gehe ich anders vor als es die Satzung und die bisherige Praxis vorgibt?

Es wirkt auf mich auch deshalb komisch, weil Watzke ja seitens des eV gefragt wurde weiter zu machen. Er lehnt ab und kokettiert damit Präsident werden zu wollen, und nun kommt es zur öffentlichkeitswirksamen Kandidatur von Lunow?
Das wirkt auf mich doch arg zufällig.

Mir wird nicht klar, worin du einen Satzungsbruch siehst: die Satzung sagt doch schlicht nichts darüber aus, ob man das Interesse an einem Amt im Verein öffentlich kund tut oder nicht. Auch behauptet niemand, dass Lunow einen von Gott gegebenen Anspruch auf dieses Amt hat.
Mir wird zudem der Zusammenhang mit dem Angebot an Watzke nicht klar: was genau spricht dagegen, Watzke als fähigen Geschäftsführer ein Angebot zu machen und gleichzeitig eigene Ambitionen bei der Präsidentschaft im e.V. zu hegen?

Wir brauchen doch nicht so komisch drumherum zu reden, denn aus den Medienberichten und den Vorkommnissen der vergangenen Monate wird das Gesamtbild doch einigermaßen klar: es muss im Zuge der letzten Mitgliederversammlung massiv zwischen Lunow und Watzke geknallt haben, sodass Lunow zumindest das in den RN kolportierte Angebot von Watzke, als sein Stellvertreter ins zweite Glied zu rücken, nicht anzunehmen bereit war.

Welche Rolle Silke Seidel hier genau spielt weiß ich nicht, aber auch hier gib es doch nicht so viele Möglichkeiten. Entweder schien sie aus Sicht von Lunow und seinem Umfeld nicht mehr für eine weitere Zusammenarbeit geeignet, oder sie hat dem Vorhaben selbst eine Absage erteilt. Ob das auch ein Resultat aus dem Streit rund um die letzte MV ist - keine Ahnung. Aber so kompliziert ist das alles doch nicht und auch hier finde ich es völlig okay, dass sich Personenkonstellationen nach einer gemeinsamen Amtszeiten als nicht mehr zukunftsfähig erweisen.

Die Situation ist aktuell ja eine gänzlich andere. Da ich den von den Mitgliedern gewählten Vereinsvertretern den Job der Kandidatenauswahl übertragen habe, brauchte ich bis dato keine Programmatik. Wenn es aber nun so sein sollte, dass es mehrere Kandidaten gibt über deren Auswahl ich bestimmen soll, wüsste ich schon gerne was Kandidat A oder Kandidat B denn genau vorhat.

An der Kandidatenauswahl des Gremiums, dem du vertraust, würde sich aber ja überhaupt nichts ändern. Es würde schlicht zum Ergebnis kommen, dass mehrere Kandidaten gibt, die gleichermaßen geeignet sind. Und ab dann käme Programmatik zum Tragen, ja. Ich störe mich nur an der anfänglichen Darstellung (so habe ich das jedenfalls verstanden), dass allein der Umstand, dass es mehrere Bewerber gibt, ein besonderes Begründungsbedürfnis (i.S.v. mehr als bei vergangenen Wahlen) bei ihrer Programmatik mit sich bringen würde. Das würde ich nämlich viel unaufgeregter sehen.

Ein Blick nach Köln zeigt wie toll es wirkt wenn Fans (hinter den Kulissen) mehr Einfluss bekommen. Zudem gibt es wie bei vielen anderen Themen auch subjektive Unterschiede in der Bewertung, die man aber eben nicht monokausal aufzeigen kann.


Das ist witzig, weil ich noch eine andere Person kenne, die beim Thema Mitgliedermitbestimmung immer über den 1. FC Köln herzieht. ;-) Vielleicht war auch eher der Einfluss von Personen aus dem operativen Geschäft wie Dr. Jakobs oder Herr Wehrle das Problem, jedenfalls ist mir neu, dass Fans dem FC eine Transfersperre eingebrockt haben, aber das ist ja auch nur meine Meinung.


Wir haben uns bisher oftmals durch Einigkeit ausgezeichnet, während man in Köln, Stuttgart und Co. dann auch mal gerne mit Hoodies auf Stimmenfang ging und geht.
Mich irritiert dieses vom normalen Status Quo abweichende Verfahren doch sehr.

Zustimmung: Ich finde das nicht nur irritierend, sondern habe diese Versuche in der Vergangenheit als unlauter empfunden. Aber auch das ist ein Zerrbild, weil derartige Taschenspielertricks ja stets von einer Funktionärs-Clique ausgingen, die mit billigsten Aktionen versucht haben, ihre Macht zu erhalten. Man kann sich natürlich hinstellen und sagen: überall da, wo Fans mehr mitzureden haben, führt das zwangsläufig zu solchen Auswüchsen. Ich bin da aber weniger pessimistisch und kann mir durchaus auch ein Vereinsleben vorstellen, wo Mitglieder ein Wörtchen mitzureden haben, ohne dass Funktionäre anschließend zu manipulieren versuchen.


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