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Jetzt geben auch Collinas Erbschleicher ihren Senf dazu ..... (BVB)

markus, Dienstag, 02.05.2023, 11:40 (vor 1201 Tagen) @ CHS

Darüber, dass der BVB beim Abstiegskandidaten selbst beste Chancen nicht genutzt hatte, sprach Kehl nicht.


Nein, hat er nicht, aber fast jeder andere BVB-Funktionär bzw. Spieler nach dem Spiel. Warum muss ein Kehl das Ganze wiederholen? Nur damit es einem Feuerherdt gefällt? Fakt ist, dass es drei diskutable Entscheidungen in diesem Spiel gegen den BVB gab (davon einer krass falsch) und darf darauf ein Sportmanager nicht hinweisen? Vor allem, dass es nicht das erste Mal war.

Wobei die anderen zwei Szenen richtig entschieden wurden. Warum führt man die mit ins Feld? Es kann doch nicht die Erwartung sein, dass dann wenigstens eine dritte Situation zugunsten des BVB zu entscheiden ist. Jede Situation muss für sich genommen bewertet werden. Dass die Situation mit Adeyemi falsch entschieden wurde, darf mit den anderen beiden Entscheidungen nichts zu tun haben. Sonst begeht man selbst den Fehler, dass man unterbewusst doch wenigstens für eine ausgleichende Gerechtigkeit sorgen sollte.


Richtig ist auch, dass ein Elfer in dieser Szene kein sicheres Tor gewesen wäre. Ja, aber die Rote Karte hätte schon Auswirkungen gehabt, oder? Gut, nach Stuttgart sollte man mit dieser These vorsichtig sein. :-)

Eben. Es gibt weder eine Garantie, dass der Elfmeter reingegangen wäre, noch dass Bochum sich danach einfach so geschlagen geben würde. Bochum hätte danach noch 30 Minuten Zeit dafür gehabt, den Ausgleich zu erzielen. Das ist auch nicht komplett unmöglich. Stuttgart hat das sogar in weniger Zeit und in Unterzahl gleich zweimal geschafft.

Gehen wir mal die Wahrscheinlichkeiten durch. Wenn man davon ausgeht, dass ein Elfmeter zu 75% reingeht und es danach zu 90% nicht mehr zu einem Ausgleichstreffer kommt, reden wir von einer 67,5% Erfolgswahrscheinlichkeit auf 3 Punkte. Das ist zwar überwiegend, aber auch weit von 100% weg.


Was mich auch ein bisschen stört, ist die wiederholt oberlehrerhafte Art von Alex Feuerherdt. Er stimmt zu, dass zumindest eine Entscheidung falsch war, kritisiert gleichzeitig eine Äußerung von Kehl, die kurz nach dem Spiel gemacht wurde. Hat sich Kehl z.B. auch über die Entscheidung, dass Stuttgart nicht schon nach 10. Minuten zu zehnt spielen musste, aufgeregt? Ich glaube, da wurde der Fehler wohl eher bei sich selber gesucht. Wie auch in den meisten anderen Spielen.

Warum muss man einem Stegemann dankbar sein, weil er einen Fehler zugibt? Wird ein Moukoko gefeiert, weil er zugibt, dass er anderes bei seinen Chancen reagierten musste? Nein, da wird es hingenommen, dass er ehrlich war. So etwas sollte man auch von einem Schiedsrichter erwarten. Ganz zu schweigen von dem schweigenen VAR-"Unparteiischen".

Ach ja, warum kritisiert Feuerherdt nicht den VAR für das Nichteingreifen? Warum kritisiert er nicht den DFB für diese unsägliche Ansetzung (bayrischen VAR)? Nein, er meint, man muss einem Stegemann dankbar sein und kritisiert einen Kehl, weil er emotional geantwortet hat. Leider zeigt es sich hier wieder, dass Schiedsrichter die Ärzte des Fußball sind (Götter in Schwarz statt weiß). Aber es gibt einen Unterschied, die Götter in Weiß kann man verklagen...

In einem RN-Artikel hinter der Bezahlschranke ging man mal auf die "Spielerei" von der Wahren Tabelle ein. Es wurden 33 Fehler in 30 Spieltagen festgestellt. Im Endeffekt hat der BVB laut deren "Berechnung" die gleiche Anzahl der Punkte, weil man wohl drei Punkte gegen Frankfurt verloren, aber ein Punkt gegen Wolfsburg und zwei gegen Bochum gewonnen hätte. Trotzdem wäre man näher an den Bayern dran, die haben zwei Punkte zuviel laut deren Berechnung. Und bevor jetzt die berühmten Einwände gibt, ein Elfer bedeutet nicht gleich ein Tor und über Kartensituationen sage ich auch nicht. Ja, es ist nur eine Spielerei, aber auch ein Fünktchen Wahrheit steckt hinter dieser Aufstellung, oder?

Wenn wir nicht Meister werden (davon gehe ich nach wie vor aus), dann weniger aufgrund der Fehlentscheidungen, sondern wegen den Punktverlusten in der Hinrunde (Die Rückrunde ist in Ordnung, da ist man Tabellenführer). Nur bleibt ein Schatten aufgrund mancher Entscheidungen. Den Schatten gab es übrigens auch bei unserer Meisterschaft 2002 (Köln), nur die hatten die Entschuldigung, die konnten das nicht prüfen.

Málaga wäre auch nicht passiert, denn das Tor war eigentlich abseits. Das Wembleytor hätte es genauso wie die Hand Gottes nie gegeben und 2001 wären die Blauen Meister geworden. Wollten wir wirklich diese Momente verpasst haben, bloß weil ein Stegemann uns im Jahr 2023 keinen Elfmeter gibt? ;-)


Ach Mist, jetzt habe ich wieder viel zu viel über einen Satz geschrieben. Ist halt Blöd, dass man sich hin und wieder Gedanken macht.

Kannst du ruhig öfter machen. Ist doch auch ein interessanter Austausch.


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