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Jetzt geben auch Collinas Erbschleicher ihren Senf dazu ..... (BVB)

markus, Dienstag, 02.05.2023, 11:02 (vor 1201 Tagen) @ Wallone

Dazu hier nochmal ein Auszug aus dem Artikel bei Collinas Erben: ""Regeltechnisch kann der Unparteiische ein On-Field-Review auch aus eigenem Antrieb durchführen. "Dafür brauche ich jedoch berechtigte Zweifel an meiner Entscheidung", so Stegemann, "und die hatte ich in dieser Situation nicht". Er habe "eine klare Wahrnehmung zu dem Vorgang" gehabt, es hätten "keine Indizien für die Bewertung" gefehlt."


Die Frage ist: Woher können Zweifel des Feldschiedsrichters an seiner eigenen Wahrnehmung herkommen? Als Feldschiedsrichter kann man sich ja strenggenommen, nie 100%ig sicher sein. Die Videobilder bieten mit ihren technischen Möglichkeiten eigentlich immer mehr Sicherheit.

Also: Wann geht er aus eigenem Antrieb zum Bildschirm? Der VAR hat ihm ja, wie du auch schreibst, mit seinem Nicht-Eingreifen darin bestärkt, dass es zumindest keine offensichtliche Fehlentscheidung war. Also doch an besonders heftigen Protesten festmachen? Dieser auch von Stegemann angeführte Grund, ist natürlich absurd und kann nicht funktionieren.

Ich sehe eigentlich nur einen Ansatz für einen Review ohne VAR-Eingriff: Der Feldschiri gesteht sich ein, dass er keinen optimalen Blick auf das Geschehen hatte. Das war wohl auch so: Stegemann stand nicht gut, um die Elfer-Situation zu beurteilen.

Nach seiner Wahrnehmung muss er aber einen optimalen Blick gehabt haben. Jedenfalls so optimal, dass er sich sehr sicher war, das richtige gesehen zu haben.


Ein selbstreflektierter, selbstkritischer Feldschiedsrichter geht dann aus eigenem Antrieb in die Review-Area. Das müsste der DFB, wenn er beim derzeitigen VAR-Einsatz bleiben will, unterstützen. Ich fürchte aber, das Gegenteil ist der Fall: Gewünscht ist der selbstsichere Zampano. Wer aus eigenem Antrieb in die Review-Area rennt, offenbart Unsicherheit und gesteht auch noch schlechtes Stellungsspiel ein. Solche Schiedsrichter werden vermutlich nicht gefördert.

Nicht nur das. Die „lieber einmal mehr, als einmal zu wenig“-Haltung würde zu deutlich mehr Reviews führen. Und dann auch zu der Kritik, dass es keinen flüssigen Spielfluss mehr gibt mit viel zu langen Nachspielzeiten.


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