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Allein dass Emre Can in der Startelf steht, sagt viel über die Qualität unseres Kaders aus (Spieltage)

bobschulz, MS, Freitag, 21.10.2022, 09:28 (vor 1179 Tagen) @ donotrobme
bearbeitet von bobschulz, Freitag, 21.10.2022, 09:44

Das Problem ist aber, man weiß vorher nie, wann der "Peak" der Formkurve eines Spielers da ist.

All die genannten Spieler sind in jungen Jahren zu uns gekommen, warum sollten sie sich durch zusätzliches Training nicht weiterentwickeln können?
Prinzipiell überlegt sich ein Trainer immern, woran ein Spieler arbeiten sollte, damit er noch besser wird.
Selbst im reiferen Sportler-Alter kannst du an deinen Spielanlagen arbeiten, sei es an der Technik in bestimmten Situationen oder an deinem Positionsspiel. Der Klassiker ist hierbei ein Innenverteidiger, der seine fehlende Antrittsschnelligkeit im Laufe der Zeit durch ein besseres Positionsspiel ersetzen kann, umso konkurrenzfähig zu bleiben. Chiellini und Bonucci sind so Europameister geworden und haben dabei Kane, Torres bzw. Olmo oder Lukaku geschlagen.

Die anschließende Frage ist dann, wenn man keine Spieler holt, die sich großartig entwickeln können, mit wem möchte man dann die hinteren Kaderplätze besetzen?

Mit so 18 Jährigen, die zwar Potential gezeigt haben, aber noch auf ihren Durchbruch hoffen?
Scully und Netz von Gladbach fallen mir da ein.

Mit so 30 Jährigen, die wenig Ambitionen mehr auf einen Stammplatz haben, die aber in Vergangenheit noch ihre Leistungen gebracht haben? Spontan fallen mir so Spieler wie Bellarabi oder Vogt ein.
Es ist doch logisch, dass wenn man mehrere Spieler für eine Position zur Auswahl hat, dass die alle prinzipiell unterschiedlich gut sind. Somit entscheidet man sich im Normalfall für den besten Spieler, die anderen kommem nur zum Einsatz, wenn der Beste nicht spielen kann.

Von daher die ernst gemeinte Frage, wen soll der BVB zukünftig für die Kaderplätze 16 - 23 holen?
Vor zehn Jahren hießen die Alternativen Antonio da Silva, Markus Feulner oder Dimitar Rangelov

Man hat erkannt, dass wir einen breiteren Kader mit besseren Spieler auf der Ersatzbank brauchen und dann kamen die von dir genannten Spieler. Das ist ja aus meiner Sicht auch irgendwo eine Glaubensfrage, wie breit so ein Kader sein sollte und da gibt es verschiedenste Ansätze von den Bayern in den letzten Jahren, mit ihren 16-Mann Kader bis hin zu Magath, der gefühlt 3 Mannschaften aufstellen konnte.
Eine richtige Lösung gibt es nicht, sonst würden sie alle Teams umsetzen. Das der jetzige Kader Schwachstellen hat, ist offensichtlich. Es ist die Frage, wie schnell der Umbruch kommen wird und ob der Umbruch sofort zu Verbesserungen führt. Auch der HSV ging mal davon aus, dass sie einen Umbruch brauchten und dann tätigten sie in paar Jahren dutzende Transfers, aber die Mannschaft wurde einfach nicht besser und am Ende sind sie abgestiegen.
WIe man es macht, man macht es prinzipiell falsch, aber was man vor allem in so einer Situation braucht, ist Ruhe im Umfeld.

Bei Emre Can konnte man sich natürlich einreden, dass er nur nicht in Juves System passte. Aber wenn ein Verein jmd nicht in den CL-Kader mit Umfang von über 20 Spielern einreiht, könnte man das auch als Warnung sehen! Und dann auch viel weniger zahlen, sowohl dem Spieler, der Weg WILL als auch der alten Dame, die ihn loswerden WILL.
Ich glaube schon, dass EC Qualitäten hat, aber nicht in dem Umfang wie er selbst sie von sich erwartet oder in sich sieht. Er möchte ein Anführer sein, was ja erst mal positiv ist. Dafür müsste er allerdings zuerst ein Mal durch Leistung führen und nicht durch
"Zeichen setzen" Fouls. In der Balleroberung ist er schon okay, sehr oft will er dann aber zu viel und der Ball ist sofort wieder weg.
Ja er war sicher so ein Spieler den man als Kämpfer verpflichtet hat, aber oft ist sein größter Gegner der Ball, mit dem er nach der Eroberung wenig anzufangen weiß oder den er bei Zuspielen unkonzentriert "verarbeitet". Er hat sich nie irgendwo unentbehrlich gemacht, weder auf irgendwelchen Positionen bei uns noch bei Juve oder Liverpool, die zwar gerne mit ihm verlängert hätten, äber nicht zu seiner Gehaltsvorstellung.
Can steht dabei für viele unserer Spieler, die sich - als Einzelspieler!- größer sehen als sie sind. Und nicht verstehen, dass es eine Mannschaft und Zusammenarbeit, braucht um die ja vorhandenen Qualitäten abzurufen. There is no I in team!


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