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Schwachsinn (BVB)

Pfostentreffer, Mittwoch, 08.07.2026, 15:51 (vor 22 Stunden, 17 Minuten) @ nico36de

Volksschüler Bienlein würde deutlich besser passen.

Ein Professor würde nämlich nicht außer acht lassen, dass die Menge der Klausis durch ihre Mallorca-Flüge/Fleischfresserei etc. pp. ein Vielfaches der Gesamtemissionen des oberen 1% mit umfangreichen Fuhrpark, Privatflugzeug, Yacht, mehreren Wohnungen etc. pp. verursacht. Dieses eine Prozent ist nämlich nur für ca. 15-17 % der Emissionen verantwortlich.

Nur ein arger Simpel kann da der Meinung sein, es wäre im Hinblick auf das Klima der sinnvollste Angriffspunkt, zuerst die Superreichen zur Verantwortung zu ziehen.

Mit solch perönlichen Angriffen wäre ich an deiner Stelle vorsichtig, denn deine Ab/-Bewertung lässt eine ganzheitliche Betrachtung aussen vor.

15-17 % für ein Prozent des CO2 Austosses ist extrem viel für 1% der Bevölkerung. Damit dürften sie mehr ausstossen als die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, vermutlich sogar mehr als 60% der Weltbevölkerung (kann jeder selbst nachgoogelen). Und somit mindestens um den Faktor 30 mehr, als jeder Mensch im Durchschnitt verbrauchen darf.

Das ist schon ziemlich dramatisch. Und entsprechende Massnahmen würden entsprechend 99 % der Weltbevölkerung überhaupt gar nicht betreffen, also keine relevante Bevölkerungsbelastung hervorbringen. Auch würde es den 1% absolut nicht wehtun, es zu bezahlen und man könnte man dem Geld von ihnen wiederum strukturell Massnahmen herbeiführen, die noch mehr Auswirkungen haben und das alles, ohne dass 99% der Bevölkerung überhaupt beeinträchtigt würden. Das ist somit ganz klar - im rein klimatechnischen Bereich und ohne Einbeziehung der Realpolitik aka Korruption - eindeutig eine low hanging fruit. Das müsste man unbedingt sofort angehen (also vor 40 Jahren).


Natürlich wäre es sinnvoll, die Umweltterroristen für ihr Handeln extrem monetär zu bestrafen. Die Reduzierung bei den restlichen 99 % würde aber im Hinblick auf die CO2-Einsparung dennoch im Saldo sehr viel mehr bringen.

Ds eine schliesst das andere ja nicht aus.

Bei deinem Vorschlag gibt es allerdings ein (de facto mehrere, aber bleiben wir bei dem einen) schwer zu lösendes Problem: Selbst wenn jeder Mensch in Deutschland keinen Verbrenner mehr fährt, kein Fleisch ist, auf Flugreisen verzichtet etc. kommen wir nach einer Analyse der FAZ (die ja eher unverdächtig ist, pro linksgrün zu sein oder pro Klimaschutz) trotzdem auf mindestens 3,5 Tonnen CO pro Jahr kommen, also mindestens doppelt so viel wie erlaubt. Wir haben also rein mathematisch gar keine Chance es durch eigene Disziplin der Bevölkerung zu schaffen (was aber natürlich so oder so immer unrealistisch war).


Und alle würden drunter leiden. Zudem bekommst du auch nicht 90 % der Bevölkerung dazu, so stark zu verzichten, aktuell sind es ja kaum 10 %. Da ist Variante 1 sicher die zu bevorzugende während man für die anderen Dinge bevorzugt strukturelle politische Entscheidungen treffen müsste, die dann aber natürlich den CO2 Verbrauch der durchschnittsbvölkerung senken müsste. Also wie gesagt, alles wa ich geschrieben habe ist stand vor 30 oder 40 Jahren.

Aktuell haben wir den Stand erreicht, dass wir sofort - als jetzt gleich, heute - 50 % des CO2 Ausstosses weltweit reduzieren müssten, um noch ca. eine maximal 50 % Chance zu haben, dass die Zivilisation nicht in den nächsten 2-7 Jahrzehnten hops geht. Es besteht also überhaupt nicht mehr die Wahl twischen Variante 1 und 2.

Das werden wir natürlich nicht tun und entsprechend wird das Ergebnis aussehen. Das kann man jetzt bereits mit an Sicherheit grenzenderer Wahrscheinlichkeit sagen, da CO2 in der Atmosphäre erst nach 15 bis 20 Jahren die volle Wirkung entfaltet. Und wir in den letzten 20 Jahren mehr CO2 ausgestossen haben als in der kompletten Geschichte des Planeten zuvor. Was wir jetzt live an Hitzewellen und anderen Umweltkatastrophen udn politischen Folgen daraus sehen ist also nur ein Mini Vorgeschmack auf das, wie die Welt in 20 Jahren aussehen wird.

Die aktuelle Geschwindgkeit der globalen Erderwärmung liegt bei ca. 0.35 Grad pro Jahrzehnt, Tendenz dramatisch steigend. Das heisst, selbst wenn wir annehmen, dass es keine weitere Steigerung gibt (was natürlich komplett falsch ist), werden wir in 20 Jahren bei mindestens 2.2 Grad globaler Erwärmung liegen, auch wenn wir morgen aufhören, CO2 auzustossen (was wir nicht tun werden).

Das ist dann so ziemlich Exodus und defintiv das Ende aller Gesellschaften, wie wir sie kennen (ausser dem Recht des Stärkeren / Reicheren, deswegen geht ja längst alles in die Richtung).

Generell werden nach wie vor über 80 % des Co2 Ausstosses von den G20 Ländern begangen. Beispielsweise stösst ein amerikanischer Kühlschrank im Schnitt genauso viel CO2 im Jahr aus wie ein Einwohner aus Tansania überhaupt. Das heisst, es würde sehr viel Sinn machen, als erstes die G20 Länder dazu zu verpflichten, ihren Co2 Ausstoss deutlich zu verringern. Sie haben uns den ganzen Quatsch schliesslich auch eingebrockt.

Aber das ist natürlich komplett unrealtistisch, weil das je eben die Länder sind, die Geld haben.


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