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Jetzt mal ganz neutral ohne Wertung (Politik)

koom, Montag, 09.03.2026, 12:26 (vor 2 Stunden, 37 Minuten) @ Gargamel09

Ich kenne viele, denen geht es gut bis sehr gut, die nagen nicht am Hungertuch, die haben Haus Hof Firma, sehr gutes Einkommen, nie arbeitslos gewesen, wollen aber die AfD wählen, weil "mir" haben die bisherigen Regierungen nichts gebracht!???

Mal abgesehen von dem Punkt "will aber AFD wählen" bin ich da schon in der Zielgruppe. Und GANZ AM ANFANG der AFD (damals mit Lucke) gabs sogar einmal meine Stimme an die - war aber wirklich nicht mehr als ne Protestwahl und der rechte Sums war nicht so ausgeprägt.

Aber heute? Besorgt bin ich heute eher wegen der Zukunft des Landes. Das macht CDU komplett unwählbar, weil man immer wieder alles verscherbelt, was im Ansatz gerade gut läuft. Die aktuelle CDU-Regierung beweist das ja auch wieder "bestens", wie gut man jede positiv nachhaltige Entwicklung sabotiert.

Da fragt man sich zwangsläufig, was stellen die sich denn vor, was denen eine AfD denn (noch) bringen soll? Reichtümer? Schlaraffenland

Keine Ahnung. Allgemein ist leider "Fremdenhass" ein typischer menschlicher Zug. Wir mögen nix Fremdes, Unbekanntes. Das ist so irgendwie in uns drin. Durch Erziehung und vernünftiges Vorleben kann man das problemlos los werden, das gelingt auch vielen, aber am Ende des Tages ist es trotzdem etwas, was tief im Menschen steckt. Das sieht man in ausnahmslos jedem Land.

Dann kommt natürlich der Anti-Kommunismus/Sozial-Gedanke. Leute, die für ihr Geld arbeiten (gegangen sind), finden es nicht gut, wenn andere Leistungen beziehen und nichts dafür machen. Das betrifft nicht nur Sozialhilfe u.ä. sondern natürlich auch vom Staat unterstützte ehrenamtliche Organisationen, die da wichtiges tun.

Im Grunde kann man wegen beiden Dingen auch in die USA schauen. Da wählen ja sogar Einwanderer für Trump, weil sie nicht möchten, dass es mehr Leute "einfach" haben und einfach einwandern können. Sie haben es ja geschafft. Und schon typisch amerikanisch: In Sozialsysteme automatisiert einzahlen ist verpöhnt. Man will dann lieber mal einmal Spenden und sich wie ein Gott fühlen und gefeiert werden dafür, anstatt quasi anonym via Steuern viel mehr und vermutlich gerechter zu helfen.

Zu letzterem will die CDU (und AFD) ja wohl letztlich auch. Merz schielt ja schon dauernd darauf ab, dass man mehr arbeiten und sparen soll, gleichzeitig sollen wir aber auch sämtliche Sozialsysteme tragen, von denen der heutige Arbeitnehmer dann immer weniger profitiert.

Ich glaube, die meisten Leute - ich zumindest - haben kein Problem mit hohen Abgaben, wenn man sieht, dass das Land gut geführt wird. Aber der Eindruck ist weitgehend weg (und das als immer noch drittgrößte Volkswirtschaft). Es wird einfach scheisse regiert, dadurch steigt die Unlust, das zu finanzieren - und das treibt die Leute dann letztlich zu Wahlmöglichkeiten, die eh das alles abschaffen will.

Ich verlauf mich gerade...

AFD wählt, wer nur an sich denkt. Wer andere leiden sehen will (aber nur in den Nachrichten, nicht in den eigenen Stadtteilen). Wenn man was Gutes tut, dann soll das mit Ehrenplakete und Zeitungsartikel geschehen.


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