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Die Weidel..... (Politik)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 09.03.2026, 11:47 (vor 1 Stunden, 49 Minuten) @ Lattenknaller
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 09.03.2026, 12:03

14€ für den ungelernten lellek...


14€ sind aber Löhne im Servicebereich. In der Industrie, zumindest bei international orientierten Unternehmen, gibt es die nicht mehr. Schon lange nicht mehr. Das war aber kein Grund, weshalb man bis vor ein paar Jahren noch gute Gewinne gemacht hat. Und die großen internationalen Firmen, die in diesen Bereichen unterwegs sind, machen trotz allem noch gute Gewinne. Der Grund, weshalb viele deutsche Firmen nicht mehr so gut aufgestellt sind, ist fehlende Innovation. Und absurd langsame interne Prozesse. Und das hat noch nicht mal was mit dem Standort Deutschland zu tun. Ich habe Kunden, die haben bereits weitreichende Teile in der IT ausgelagert, off- und nearshore. Das macht das Ganze teils noch langsamer. Die Steuerung ist teils absurd, die meisten Manager sind nicht mehr in der Lage alles was über eine gewisse Komplexität hinausgeht zu strukturieren. Und beraten lassen die sich auch nicht mehr.

Genau so ist es. Man muss das auch schlichtweg als kollektives Führungsversagen in deutscher Politik und Wirtschaft skizzieren, über die letzten 20-25 Jahre. Nach allem, was ich von ehemaligen Kommilitonen und aus dem Freundeskreis an konkreten Vorgängen kenne (anekdotische Evidenz), quer durch alle Industriebranchen, oder bei meinem Konzern selbst miterlebe, erkennt man eine derart katastrophale Fehlleistung der Führungsmannschaft(en), also Vorstand und Aufsichtsrat, dass man einfach nur noch fassungslos ist. Die Priorisierungen von (nicht-wertschöpfenden, teils politisch-ideologischen) Themen sind grotesk, die Prozesse sind der blanke Wahnsinn, das Verhalten der Manager ist beispiellos schlecht (das Gegenteil von "Führung von vorn"). Und im Kontext der von dir richtigerweise angesprochenen "guten Gewinne" basieren diese in mir alleine schon 4 bekannten IGM-/IGBCE-Großkonzernen in Deutschland auf massivem, systematischen Arbeitszeitbetrug von Seiten des Arbeitgebers. Wo dann Excel-Listen geführt werden oder elektronische Zeitdatenerfassung frisiert wird, bei denen die Überstunden der 35h-Verträge (IGM) oder 37,5h-Verträge (IGBCE) schlichtweg systematisch unter'm Tisch fallen gelassen und nur in partiellem Anteil abgefeiert oder ausgezahlt werden. Alles unter den Augen der BRs und der Gewerkschaften.

Das "deutsche Problem" liegt in keinsterweise an einer angeblichen Faulheit der Deutschen oder anderen, gottgegebenen Umständen, es liegt einzig und allein am fehlenden moralischen Kompass und nicht vorhandenem Führungsgeschick / strategischer Weitsicht deutscher Spitzenpolitik und -wirtschaftspöstchen. Letzteres natürlich legitimiert und vorangetrieben vom deutschen Großkapital.

75 Netto für ne Steuertippse die Zahlen ins programm wirft - das machen Georgie oä fur ein Drittel.


Hat sich bald erledigt. Eine Firma, die diese Aufgaben nicht in spätestens drei Jahren, wahrscheinlich früher, komplett automatisiert hat, wird am Markt nicht mehr überleben. Ich habe neulich hochbezahlten Fachkräften aus Deutschland, Spanien und anderen europ. Ländern mal gezeigt, was so eine KI heute bereits kann. Wenn das wirklich ein Sample aus unseren Führungsetagen war, dann kannst Du mit der Innovationsgeschwindigkeit den Laden in Deutschland dichtmachen, weil China uns da schon dreimal überholt hat.

Dieses gesamte Lohngebrabbel sind Ausreden für eigenes Versagen.

Wort zum Sonntag. Kann als aktuellens Beispiel immer nur die Vorgänge rund um die VW AG nennen. Wobei nebem dem handwerklichen Versagen auch grenzenlose Asozialität der zweite Aspekt ist, weil man nun mit einem Asset Change versucht, den eigenen Reichtum schnell noch zu retten, auf Kosten der deutschen Gesellschaft und Volkswirtschaft. Während Politik und Gewerkschaften ohne Plan B zuschauen. Das gesellschaftliche Ende kennen wir alle und hat man schon mehrfach in der Geschichte der Menschheit leidvoll beobachten können.


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