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Die Weidel..... (Politik)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 08.03.2026, 22:03 (vor 14 Stunden, 17 Minuten) @ Ulrich
bearbeitet von FourrierTrans, Sonntag, 08.03.2026, 22:06

Vor ein paar Jahren haben Umfragen nahegelegt, dass Furcht ein wesentlicher Faktor war, AfD zu wählen. Wer sich von "Ausländern", von Veränderung, von sozialem Abstieg, von Jobverlust, etc. bedroht fühlte, neigte im Durchschnitt stärker zur AfD als Menschen mit einem positiveren Weltbild.

AfD-Wähler haben wohl nur vor zwei Dingen keine Angst: Vor dem Klimawandel und davor, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt ;-)


Das mit dem "abgehängt" ist aber gerade durch die AFD Wählerschaft in BaWü widerlegt.
Das mit dem "einfach" finde ich schon ganz richtig, denn genau das ist das "Programm" der AFD.


Mittlerweile gibt es bei vielen Arbeitnehmern in Baden-Württemberg vor allem in der Automobilindustrie durchaus massive Ängste vor Jobverlust. Die macht sich die AfD ganz bewusst zunutze. Auch den Kampf gegen das Verbrennerverbot muss man vor diesem Hintergrund sehen, hier mischen mittlerweile auch Teile der IG Metall, etc. mit. Alles aus Furcht vor der AfD, die auch in die Betriebsräte hinein wollen.

Teilweise erzählen die Automobilunternehmen auch ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, dass man in Deutschland weiterhin auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor setzen wird. Gleichzeitig errichtet man in Tschechien, Spanien, Ungarn, etc. moderne Fabriken, in denen man Elektroautos produziert. In ein paar Jahren heißt es dann vermutlich "Tut uns leid, der Markt verlangt überraschenderweise Elektroautos, Verbrenner gehen kaum noch. Deshalb müssen wir unsere Stammwerke schließen!".

Mir scheint, vielen aus der Ecke IGM, Gewerkschaften, Sozialverbände und auch SPD ist nicht klar, in welcher Situation wir uns eigentlich befinden. Also man ist sich der historischen Gratwanderung nicht bewusst. Man verliert zunehmende Gesellschaftsteile an rechte Populisten. Systematisch, seit mindestens 10 Jahren. Auf der Metaebene liegt das ohne jede Frage einzig und alleine daran, dass man sich seit mindestens 2000 einer sich stetig verstärkenden ökonomischen und Chancenungleichheit gegenübersieht. Du beschreibst es ja sehr gut und die "einfachen" Leuten merken das sehr wohl, sie können es aber weniger gut artikulieren oder wissen sich zu wehren. Wie auch? Man muss sich nur exemplarisch die asozialen Vorgänge rund um die VW AG und deren Eigentümern anschauen und wie wenig sich Gewerkschaften als auch Landesregierung (die ja sogar "mit drin" ist bei VW) dagegen zur Wehr setzen. Aus der o.g. Ecke (IGM, Gewerkschaften, Sozialverbände, SPD) gibt es keine Gallionsfiguren, keine Führungsköpfe, die die Menschen hinter sich bringen. Zudem ist das Aggressionspotenzial dieser zuvor genannten Spieler viel zu klein, um sich gegen diese asozialen Gesellschaftsschichten an der Spitze ernsthaft zur Wehr setzen können, was dann auch die Menschen aufhorchen lassen würde (nach dem Motto "da gibt es ja doch noch welche, die es ernst meinen!").


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