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RIP FDP (Politik)

micha87, bei Berlin, Montag, 09.03.2026, 01:08 (vor 12 Stunden, 37 Minuten) @ Ulrich

Wenn die AfD jetzt, mit einem offen rechtsradikalen angeblichen Spitzenkandidaten, der faktisch nicht einmal in einem Wahlkreis oder auf der Liste angetreten ist, mit einem riesigen Skandal an den Hacken, heftigen Lagerkämpfen, ect. in Baden-Württemberg noch immer fast 20 Prozent geholt hat, dann fragt man sich, was sie wohl z.B. in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern abschneiden werden.


......


Für die Wahlen werde ich mir wohl reichlich Alkohol besorgen, die werde ich nur besoffen ertragen können.
Die Konsequenzen aus den Wahlen möchte ich mir jetzt noch nicht vorstellen, ich befürchte
aber schlimmes.


Nicht nur Du. In einem halben Jahr kann viel passieren. Wenn wir Pech haben, dann finden wir uns in der nächsten Wirtschaftskrise wieder. Aber die dürfte der AfD eher nützen.

Ich rechne damit, dass die AfD in beiden Bundesländern die mit Abstand stärkste Partei werden wird. Dann werden sich die jeweiligen Spitzenkandidaten als Ministerpräsidenten zur Wahl stellen und auf Stimmen auch von MdL aus der CDU und - soweit dann im Landtag drin - des BSW hoffen. Die Wahlen sind ja geheim. In Sachsen-Anhalt gab es schon vor der letzten Landtagswahl in der CDU-Fraktion eine starke Minderheit, die mit der AfD zusammengehen wollte. Der damalige Ministerpräsident Reiner Haseloff hat damals den Machtkampf gesucht. Sein Gegenspieler Holger Stahlknecht musste damals als Innenminister und CDU-Landesvorsitzender zurücktreten. Er sitzt zwar noch im Landtag, will aber im Herbst nicht wieder erneut antreten. Einige seiner Mitstreiter jedoch dürften vermutlich auch dem nächsten Landtag angehören.

Holger Stahlknecht ist als Anwalt tätig und hat keinerlei politische Ambitionen mehr. Er ist auch ausreichend gut vernetzt im Bundesland und hat u.a. zu tun als Anwalt für die Opfer des Anschlags in Magdeburg. Sein Versuch sich gegen Haseloff durchzusetzen ist gescheitert, leider ist nun mit Sven Schulze niemand in der Position der die Leute großartig mitnehmen kann. Auch er ist toll vernetzt in der Wirtschaft und ist bei zahlreichen Veranstaltungen zu gegen. Als Speaker hat er mich ehrlich gesagt nicht so überzeugt und vor allem bei den Wählern auf dem Land ist es schwer zu punkten. Die sehen die fortlaufende Älterung der Gesellschaft, den Wegzug der Jugend, zahlreiche Unternehmen die schließen und da gehen dir wirtschaftlich die Argumente aus um etwas zu bewegen. Regionen wie die Altmark sind de facto "tot", wer dort gelegentlich mal vor Ort ist bekommt davon mal einen Eindruck und so fokussiert sich in LSA vieles auf die beiden Uni-Städte Magdeburg & Halle.

Die Leute fühlen sich nicht gesehen und verstanden, dann ist der Weg natürlich einfach in Richtung einer Partei die große Versprechen formuliert. Das Problem in LSA wird sein, eine Minderheitenregierung wird nur bedingt Dinge bewegen können.


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