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Und täglich grüßt das Murmeltier... (BVB)

Phil, Dienstag, 25.02.2025, 13:11 (vor 351 Tagen) @ Giog

Ich finde die Dinge liegen dann schon etwas differenzierter vor uns.

Der BVB Geschäftsführer ist ein alter CDU Mann, der in der NRW CDU auch immer aktiv war und dort sicherlich eher dem konsvervativem Lager zuzuordnen ist. Insofern steht er auch Merz schon immer sehr nah.

Und egal was er getan hätte, er würde immer als der BVB-Watzke erkannt werden und als solcher wahrgenommen werden, sobald er irgendwo auf einem Parteitag oder sonstwo auftritt und Dinge vertritt.

Im übrigen trat er aber auch auf einem Parteitag auf, wo dann explizit und permanent, von Merz angefangen, gesagt wurde, dass man NICHT die AfD wählen solle und das man NICHT mit ihr zusammenarbeiten wird, geschweige eine Koalition mit ihr anstreben würde.

Dass dann auf der anderen Seite von seiner Seite aus, aber ja auch nicht nur von seiner, aber der BVB nun keine Wahlaufrufe für oder GEGEN Parteien abgeben sollte, ist dann schon doch nochmal etas anderes. Das kann man anders sehen / einschätzen, aber ich sehe da erst einmal keine Verlinkung zwischen "strenger Neutralität" und "aktiv für eine Partei" sein. Das sind doch dann qualitativ schon unterschiedliche Dinge in meinen Augen. Der Verein (wie gesagt, ich sehe eV und KGaA da immer als ein und dieselbe Person) mit seinen über 200.000 Mitgliedern und seinen über 1.000 Beschäftigten, hat da schon eine andere Rolle, als nun der Kopf des Ganzen, wenn dieser als Gast auf dem Parteitag an einer Podiumsrunde teilnimmt, wo einige prominente CDU-Mitglieder (oder Anhänger) zu allgemeineren Dingen reden.

Aber das darf man natürlich auch gerne anders sehen.

Für mich wurde durch das bisherige Handeln des Vereins (sei es im Hinblickk auf Antirassismus, Antisemitismus oder auch einfach indem man sich glasklar auf Seiten der Ukraine stellte) immer deutlich (und die Grundwerte waren dann ja der Deckel auf diesen Topf der Aktivitäten), dass für eine AfD im BVB Kosmos kein Platz ist. Wenn dasnn dieser Verein, vom Präsidenten bis hin zum Marketing der KGaA, in den Tagen vor der Wahl zum "wählen gehen" aufruft, um eben Demokratie und Freiheit zu schützen, dann ist das zumindest für mich glasklar und eigentlich das, wie weit man als so große (erst mal unpolitische) Organisation gehen sollte und vielleicht auch kann. Selbstredend hätte man auch weiter gehen können. Taten andere Konzerne auch, wenngleich auch nicht sonderlich viele (soweit ich das überblicke; also das sie explizit sagten "Wählt nicht die AfD!")

Was die internen Abläufe betrifft, wie dieser BV Antrag behandelt wurde und mit welchen Argumenten dann da hantiert wurde, steht ja auch einem anderen Blatt und ist dann ja tatsächlich erst einmal intern. Es sei denn, alle sind bereit das transparent darzulegen (also wie sah der Antrag zunächst aus, was beihnahltet er usw. usf.).

Unterm Strich verstehe ich, dass es da ein Unwohlsein gibt, weil es sich komisch anfühlt "Neutral Wahlkampf" zu machen, und weil es ja ohnehin diverse interne Spannungen gibt, aber das Kernprobklem liegt dann doch eher in dieser schwierigen Trennung "Privatperson" und "Verein" und jenem, wie die dort handelnden auf einen Nenner kommen könnten.

MFG
Phil


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