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Führungs-)Kompetenzen (Spieltage)

Dandee, Ort, Sonntag, 10.11.2024, 09:11 (vor 435 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Wirkliche Selbstreflexion fordert das Eingeständnis, dass die eigenen Entscheidungen oder Handlungen möglicherweise suboptimal waren und Raum für Verbesserungen lassen. Wenn man ständig anderen oder Umwelt die Schuld zuschiebt und sich selbst aus der Verantwortung nimmt, blockiert dies Wachstum und Veränderung. Ein selbstkritischer Blick und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind daher wesentliche Bestandteile einer sinnvollen Reflexion – ohne sie bleibt man in einem Kreislauf von Ausreden und Stagnation, bis man mit dem Poppes an der Wand steht gefangen. Wirtschaftlich ist das nicht passiert UMSATZ. Sportlich -und damit irgendwann auch Wirtschaftlich- schon. Immer teurere Kader mit immer weniger KONTINUIERLICHEM Erfolg (Titel).

Die Ressourcen waren tatsächlich vorhanden. Würden wir diese nicht regelmäßig mittelmäßig einsetzen, könnte man durchaus auch einmal den Mut aufbringen, mehr Geld für Transfers wie Maatsen in die Hand zu nehmen – wenn der Wille/ Blick dazu vorhanden wäre.

Stattdessen wurden Couto und Anton gekauft, anstatt eine strategisch mutigere Entscheidung zu treffen und in Maatsen zu investieren. Gleichzeitig hätte man die Chance nutzen können, zwei Spieler aus der eigenen U-Mannschaft in die Innenverteidigung zu integrieren. Das klingt vereinfacht und vielleicht provokant, aber diese Option wäre durchaus denkbar gewesen, oder?

Das zeigt ein grundlegendes Problem: fehlende Selbstreflexion. Auf strategischer Ebene bedeutet „alle Steine umdrehen“ beim BVB oft, dass im Wesentlichen alles beim Alten bleibt. Ansonsten müsste sich etwas ändern – was bisher nicht der Fall ist.

Bei Ricken ist dies ebenfalls zu sehen – nach fünf Auswärtsniederlagen äußert er, die Auswärtsbilanz sei „befriedigend“. Hier spielt es keine Rolle, ob das gegenüber der Presse geäußert wurde.

Wir neigen oft dazu, nach München zu schauen. Während das nicht immer hilfreich ist, gab es dort in den FC-Hollywood-Zeiten ein klares Beispiel: Uli Hoeneß und andere haben die Spieler auch öffentlich kritisch hinterfragt. Wir hingegen haben uns zu einer Gemeinschaft entwickelt, die vor allem Wert auf Sympathie und Wohlwollen legt, weniger auf konstruktive Kritik. Wenn Spieler wie Can nach einem schlechten Saisonstart und einer einzigen ordentlichen Leistung in die Kameras gestikulieren und „Labert nicht“ signalisieren, ist das kein Zeichen von Selbstreflexion – im Gegenteil, es zeigt, wo wir stehen. Mutig kann ich sein wenn ich mir Fehler eingestehe… Kritikfähig bin… anderenfalls bin ich ein wenig mutig und koch dann lieber mein Süppchen so lange es geht weiter. Wir sind intern eine tolle Werte- und Sympathiegemeinschaft…. Leider keine Erlebnis- und Kritikorientiertegemeinschaft.


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