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BVB erhöht die Dauerkartenpreise (BVB)

Phil, Mittwoch, 07.06.2023, 13:45 (vor 1163 Tagen) @ Sascha

Sorry, aber bei dem Wort "Kompromisse" bekomme ich im Zusammenhang mit Profifußball echt Puls.

Das ist eigentlich ein Paradebeispiel für diese permanenten, falschen Kompromisse.

Ich teile ja nur, was Teilnehmer*innen bei diesen Gesprächen dazu sagen :-)

Am Ende müsste es da auch gar nichts geben. Also man kann natürlich auch auf jedes Gespräch und jedes "Kompromisse suchen" verzichten und sagen "Nein. Ohne uns." Im ersten Schritt führt aber dann auch kein einziger Weg daran vorbei, dass man dieses Angebot vom BVB nicht mehr in Anspruch nimmt. Also keine Dauerkarte kauft. Würde der BVB hören, dass hunderte eher tausende aktive Fans sagen "Dann kaufen wir die Karten nicht..."

Oder wenigstens müsste das Stadion sichtbar leerer bleiben und die Dauerkarten halt verfallen.

Aber, hast du ja selbst erlebt und heute (glaube ich) hier noch geschildert, derartige Proteste sind schwiegrig und nur selten wirklich erfolgreich.

In diesem Fall ja eh noch einmal spezieller, denn nicht alle haben eine Preiserhöhung bekommen und sehen daher wohl überhaupt keinen Grund sich über irgendwas zu beschweren.

Der Anlass geht immer von den Vereinen aus, die von etwas mehr wollen. In diesem Falle mehr Geld. Aufgabe der Fans ist es dann, die Maximalforderung abzuschwächen.

Das ist so. Es liegt in der Natur der Sache eine ökonomischen Systems. Kommt man ja nicht dran vorbei. Ich wollte auch mehr Geld nun (Lohnerhöhung), obwohl ich auch ohne nun keine Notkredite aufnehmen musste und irgendwie auch Geld ausgebe, was ich gar nicht ausgeben müsste.

Hier gibt es keinen echten Kompromiss, weil nicht beide Seiten etwas nehmen, aber gleichzeitig auch geben. Nehmen tut immer nur die Seite Profifußball. Für Fans ist es schon ein Erfolg, wenn sie weniger geben müssen.

Wie gesagt, es haben ja auch größere Teile der Dauerkartenbesitzer nun von diesem (ich nenne es trotzdem so) Kompromiss profitiert. Ein Kompromiss, der aber defintiv nicht ergebnisoffen war. Sprich: Zu keinem Zeitpunkt bestand die Möglichkeit, dass der BVB gesagt hätte "OKay, wir erhöhen gar nichts" oder "wir wollen dann unterm Stich nicht 3 Millionen mehr, sondern uns reichen auch 1,5 Millionen".

Insofern hast du Recht, dass das kein "auf Augenhöhe" ist, aber auf der anderen Seite ist diese Augenhöhe auch gar nicht vorgesehen.

MFG
Phil


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