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Großoffensive & Mariupol (Politik)

Goalgetter1990, Montag, 18.04.2022, 13:36 (vor 1354 Tagen) @ Ulrich

Der Spiegel meldet im Ukraine-Ticker, dass die Großoffensive wohl unmittelbar bevorsteht: https://www.spiegel.de/ausland/russischer-angriff-in-der-westukraine-raketen-schlagen-in-lwiw-ein-a-b9269499-6cb4-47c8-90fd-c219322d6319

Die ZEIT hingegen berichtet, die Russischen Einheiten schienen " weder die Absicht noch die Fähigkeit zu haben, in den kommenden Tagen eine größere Offensive zu starten": Invasion in die Ukraine: Russische Truppen mit Defiziten bei Moral und Nachschub

Furchtbares spielt sich aktuell in Mariupol ab. Und das russische Ultimatum an die noch kämpfenden ukrainischen Truppen klingt für mich wie die Ankündigung eines Kriegsverbrechens.

Bezüglich der russischen Offensive: Das Institute for the Study of War (ISW) hat in seinen (sehr guten und interessanten) täglichen Berichten auch eher Zweifel über die Fähigkeiten der russischen Armee. Insbesondere wird erwartet, dass es eben nicht den einen großen Angriff im Osten gibt, sondern dass möglichst schnell nach und nach die Soldaten an die Front geworfen werden, teilweise zu schnell. Die Einheiten aus Kiew, Sumy und Tschernihiv bräuchten eigtl. Wochen, um sich wieder zu organisieren und zu stärken. Ob sie die bekommen, ist zweifelhaft.

Bezüglich Mariupol: Die eher schlechteren "Analysten" sagen bereits seit 4 Wochen, dass die Stadt "in wenigen Tagen" fallen wird. Von denjenigen, die etwas mehr Ahnung haben, hört man hingegen, dass es extremst schwer ist, das Stahlwerk einzunehmen, und dass ein Sturm mit massiven Verlusten in Verbindung stehen würde. Es gibt unterirdische Tunnel, extrem harte Decken und Wände, etc. . Und man hat mit Azow und den Marines die vermutlich kampfstärksten und motiviertesten Soldaten, die sich verschanzt haben. Diejenigen die sich ergeben wollten, haben das getan, der Rest wird kämpfen bis zum Ende. Theoretisch könnte man das Stahlwerk, sollte es keinen massiven (!) Angriff mit Fußsoldaten geben, noch Wochen halten. Ob es die Russen schaffen könnten, mit Chemie-Waffen was zu machen, kann ich nicht sagen.

Man hatte es anscheinend geschafft, zumindest eine Zeit lang kleinere Nachschub-Transporte per Hubschrauber zu organisieren, was aber nicht mehr der Fall sein dürfte. Ob es aktuell irgendeinen Nachschub bezüglich Nahrung und Munition gibt, lässt sich schwer sagen, würde es aber nicht zu 100% ausschließen.


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