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Ich kopiere einfach mal meinen Text von vor einem Monat (BVB)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 23.11.2019, 11:29 (vor 2475 Tagen) @ stoffel85

Unsere Probleme scheinen so vielschichtig zu sein, dass es mit einer Trainerentlassung nicht getan sein wird.


Problem 4 - Kaderzusammenstellung (alle Entscheidungsträger): Es scheint zum wiederholten Male so zu sein, dass Watzke, der ein Borusse durch und durch ist, nicht die Finger aus anderen Aufgabenbereiche lassen kann, die nicht in seinen Kompetenzbereich fallen. Welche Spieler wollte Favre? Wer hat über den Brandttransfer entschieden? Es scheint als dachte man sich da, dass es für 25 Millionen ein No-Brainer ist. Kann den Gedanken verstehen, aber anscheinend braucht der Trainer ihn Null und hat keinen Platz für ihn im System. Was soll die ganze Nummer mit Zagadou, Balerdi und Weigl? 5 IV und auf der 6/8 dann nur Delaney,Witsel und Dahoud(!)- absolut unverständlich. Es hätte zwingend ein IV plus Dahoud und/oder Weigl abgegeben werden müssen. Von diesem Geld hätte man sich einen weiteren 6er und einen Stürmer holen müssen. Wer hat die finale Entscheidung getroffen, dass wir keinen zweiten (anderen) Stürmer brauchen? Dass man Haller nicht geholt hat, war der größte Fehler der letzten Jahr. Lächerlich anzunehmen, dass ein Alcacer mehr als 50% der Spiele macht. Ich glaube, dass es oben bei 5 Leuten (inkl Sammer),10 Meinungen gibt und die Kompetenzen null klar sind. Entweder ist der Kader komplett am Trainer vorbeigeplant oder Favre weiß selbst plötzlich nicht,was er mit den Brandts, Götzes, Zagadous, Balerdis etc anfangen soll. Ebenfalls denke ich, dass sich unser Geschöftsmodell (Wetten auf die Zukunft von jungen Spielern) mit unserer Gegenwart (grade unter einem Trainer wie Favre) extrem beißt. Wir haben uns in einen All-In Modus begeben, in dem sich Spieler wie Balerdi/Zagadou/Gomez/Bruun Larsen (iwann auch Raschl) nicht entwickeln und ihren Marktwert steigern können. Dieser All-In-Move war aber so selten dämlich, da unsere Baustellen, absehbar, viel zu viele und zu große sind. Hummels soll die eierlegende Wollmilchsau sein (Standards.Spielaufbau), was er bedingt auch ist, aber eben, ohne weitere Kniffe (Brandt/Götze auf die 8/ andere kopfballstarke Spieler über 1,8m in der Startelf-> zB. über einen MS), mehr oder wenig verpufft.
Wer aus unserem Kader soll mal körperlich dagegenhalten außer Delaney und ab und an Witsel/Hummels? Bayern hat zB. einen Tolisso, Martinez, Kimmich, Lewandowski, Müller, Hernandez, Süle und Goretzka im Kader. Köperlose Spieler hat man eigentlich nur mit Gnabry, Coman, Coutinho und Thiago.

Problem 6- Zorc: Zorc hat uns seit der beinahe Insolvenz, anfangs mit bescheidenen Mitteln, den Weg und die Zukunft geebnet. Ohne ihn hätte man diese tollen Voraussetzungen hier nicht. Man könnte sagen, dass er ein bestelltes Feld hinterlassen hat. Sein Weg sollte aber spätestens mit Favre hier enden. So viel er außerhalb des reinen Spielbetriebs gut gemacht hat, so sehr hat er mit den Trainern in die Scheiße gegriffen. Klopp war einfach unser größter Glücksfall, das Fundament auf dem alles/jeder wachsen konnte. Dass sich das so entwickelt, war aber, wie gesagt,(Zorcs) Glück. Auch seine Spielertransfers sind nur indirekt ihm zuzuschreiben (Stichwort: Aufbau unserer starken Scoutingabteilung), die eigentliche Arbeit machen die Scouts.
Wer hat sich eigentlich die "Neuausrichtung" unserer U23 und vorallem unserer U19 ausgedacht?

Problem 7- Watzke: Er ist einfach ein guter Geschäftsführer, aber sportlich eben eher Fan als Experte. Nichtsdestotrotz habe ich den Eindruck, dass er denkt, er sei unser "Alleskönner". Alibimäßig wurde jetzt noch Kehl installiert und ob Sammer auch bei Watzke/Zorcs Fehlern, die Finger in die Wunde legt bzw legen soll,wage ich zu bezweifeln.


Alles in allem bleibt zu sagen, dass die Verflechtung/Freundschaft zwischen Zorc und Watzke das Hauptproblem in diesem Verein ist. Klopp konnte das auffangen, andere (zB, Tuchel) wurden nicht zu Freunden/Skatkollegen. Wir sind in den obersten Etageb einfach rückwärtsgewandt und tief sentimental. Es scheint,als liege nach Klopps Weggang, ein schweres, graues Tuch über unserem Verein, wovon man glaubt, dass nur die Rückkehr des Gottes, dieses verteiben kann.
Ich würde mir wünschen, dass Watzke/Zorc schnell erkennen, dass sie ein großer Teil unserer Probleme sind und ohne persönliche Veränderungen (Watzke) bzw. Konsequenzen (Zorc) dem Verein, unabsichtlich, weiter schaden. Ich kann die Schwere einer solcher Situation nur erahnen, aber Klopp hatte es damals schon erkannt ("Entweder ich gehe oder ein Groteil der Mannschaft"). Watzke,Zorc und Klopp sind einfach zu viel Mensch für dieses schnelllebige und dreckige Geschäft, was ich einerseits großartig finde, was aber eben auch nur in dieser Konstellation funktionieren konnte.
So schwer es ist, vorallem für unsere Ur-Dortmunder an der Spitze, aber es muss (leider) schnell was passieren.
Favre und Bozs können einem, bei diesem ganzen "Mist", menschlich einfach nur Leid tun
.

Zusatz nach dem PB-Spiel:
- Man muss Weigl vor sich selbst schützen. Was qualifiziert ihn für iwas (vorallem für die Position des zweiten IV in einer Mannschaft die hoch steht, der Gegner meist mit schnellen Leuten kontert und der Nebenmann Speedstar Mats Hummels ist)? Wie kommt Favre auf sowas? Warum sind Schmelzers und Weigls noch bei uns im Kader (-> Zorc)?
- Piszczek zu sehen tut mir inner Seele weh
- Es müssen zwingend junge Spieler (Morey, Balerdi, Raschl) ihre Chance bekommen. Wenn das nicht zeitnah passiert reißen wir uns unseren Ruf als "Talententwickler" selbst mit dem Arsch ein (wenn es nicht schon passiert ist)

Ja, das trifft die Situation sehr gut. Ich denke Watzke und Zorc sind schwarz und gelb durch und durch, sie bekommen aber den Drive nicht hin zum professionellen, nüchternen Arbeiten. Angefangen von den Rückholaktionen (die so oder so den Spielern eine völlig kontraproduktive Einstellung signalisieren), bis hin zu der Buchvorstellung Akis und den unsäglichen Äußerungen in dem Zuge oder denn alljährlich wiederkehrenden PR-Unglücken. Den Trainerverschleiss lassen wir mal unter den Tisch fallen.
Auch wenn alle hier gerne auf den Favre rumhauen, mir tut der Mann mittlerweile wirklich leid. Man muss sich nun auch die Frage stellen, wer tut sich als Trainer dieses Geflecht, was derart von Emotionen und Kumpaneien gestrickt ist, an? Das wird niemand sein, der uns sportlich auf dem Trainerposten nach vorne bringt. Aki und Susi sind dem Ganzen nicht gewachsen seit Jürgen Klopp das Boot verlassen hat. Ich denke beide würden sich selbst einen Gefallen tun, dies langsam zu erkennen. Es gibt ja sicherlich auch andere, weniger mächtige Aufgaben im Verein.


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