Willkommen im BVB-Forum

Krise ja - Weltuntergang nein (BVB)

Micawber, Sauerland, Samstag, 23.11.2019, 10:46 (vor 2475 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Gleich am Anfang:

Ich bin selber von diesre katastrophalen 1. Halbzeit komplett frustriert. Nachdem man nach dem München-Spiel eigentlich schon gedacht hatte, den Saison-Tiefpunkt gesehen zu haben, hat die Mannschaft das hier locker nochmal getoppt.

Kritik, auch der heftigeren Art ist absolut gerechtfertigt, und neben Mannschaft und Trainer müssen auch die anderen Verntwortlichen sich Gedanken machen, etwa im Hinblick auf Kaderplanung und Zusammenstellung.

Andererseits sollte man auch mal versuchen, die Situation in einem etwas größeren Zusammenhang zu sehen, bevor man nun hier alles in Grund und Boden verdammt, den Vereinsaustritt ankündigt etc.

Nachdem man unter Klopp im letzte Jahr 7. geworden war, hat man in den folgenden Jahren die Plätze 2,3,4 und 2 geschafft. Damit ist man noch ganz klarer Zweiter in der Rangliste. Lediglich Leipzig ist mit den Plätzen 3,6,2 ähnlich erfolgreich gewesen, vor vier Jahren waren sie noch in der 2. Liga.

Momentan steht man in einer recht ungewohnten Tabelle zusammen mit sieben bis neun Mannschaften im Bereich zwischen Platz zwei und 10. Das ist einerseits nicht übel, weil man somit immer noch die Chance auf die CL-Quali hat, kann andereserseits aber auch leicht dazu führen, dass man bei ausbleibender Steigerung sogar eine EL-Teilnahme verpassen könnte.

Gemessen an den eigenen Ansprüchen und auch an den wirtschaftlichen Möglichkeiten ist das Ganze schon eine Krise, nicht nur ergebnistechnisch sondern auch im Hinblick auf die Spielweise.

Aber solche Krisen sind nun mal auch bei anderen Clubs, die dem BVB in etwa vergleichbar sind, üblich. Aktuell kann man etwa auf Beispiele wie Tottenham oder Neapel verweisen, auch Teams wie Manchester United oder Arsenal sind jetzt schon längere Zeit in einem Tief, selbst bei Real oder auch Barca läuft die Saison bislang alles andere als rund, auch wenn die Clubs aktuell wieder die Tabelle anführen.

Das soll und darf jetzt kein billiger Trost sein, aber so etwas kommt halt vor.

Und sicher, es besteht beim BVB ein dringender Handlungsbedarf, weil man ansonsten ganz schnell zum Arsenal, Manchester United oder Milan der Bundesliga werden kann, was angesichts der im Vergleich zu diesen Vereinen deutlich geringeren Strahlkraft des BVB und auch der Bundesliga ziemlich fatal wäre.

Panik oder Kurzschlusshandlungen sind jedoch eher selten gute Voraussetzungen für richtige Entscheidungen.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: