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Wir sind das Man Utd. der Bundesliga (BVB)

Alones, Samstag, 23.11.2019, 00:22 (vor 2475 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Wir haben uns mittlerweile zum Man Utd. der Bundesliga entwickelt. Konzeptlos, planlos & ohne Kontinuität. Dafür aber mit viel Kohle (zumindest für Bundesligaverhältnisse), die hier ohne Sinn und Verstand regelmäßig im Sommer oder Winter verbrannt wird. 2018 sollte der große Neuanfang kommen. 1 1/2 Jahre später stehen wir erneut vor einem Scherbenhaufen und können bereits den nächsten Umbruch ins Visier nehmen. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn Susi & Aki mit der Puma-Kohle auf große Shopping-Tour gehen. Mal schauen, wer hier der nächste Balerdi wird.

Der Kader ist jedenfalls sowas von katastrophal zusammengestellt, dass man gar nicht mehr weiß, wo man überhaupt anfangen soll. Das Schlimmste ist jedoch, dass der Kader offensichtlich nicht zum Trainer zu passen scheint. Ich weiß nicht, welche Spielertypen sich Favre gewünscht hat, aber das, was wir aktuell bestaunen können, kann es ja wohl gewesen zu sein. In 3 Transferperioden hat man es nicht geschafft, zusammen eine Spieleidee zu entwickeln und dieser Philosophie folgend die richtigen Spieler zu verpflichten. Intern konnte man sich wohl nicht mal auf ein gemeinsames Saisonziel einigen. Das ganze Experiment ist krachend gescheitert. Mal wieder.

Und dann kommt bei uns noch erschwerend hinzu, dass wir offensichtlich ein Karnevalsverein sind. Sancho macht, was er will und wird dafür auch noch mit einem neuen Vertrag belohnt, der keine Vertragsverlängerung beinhaltet. Mir ist kein anderer Verein bekannt, bei dem es soetwas gibt. Lewandowski, Aubameyang & Sancho wurden hier alle mit Kohle zugeschüttet, damit sie keinen Stress machen. Das ist doch absolut lächerlich. Die Quittung bekommen wir jetzt mal wieder. Breaking News: viel Geld in jungen Jahren verdirbt eben doch den Charakter. Für die Supertalente sind wir nur Durchgangsstation, Gescheiterte wie Götze sind hier immer willkommen und den Rest erledigt unser Kaderplaner Zorc mit Transfers wie Yarmolenko oder Diallo. Es gibt kaum noch gewachsene Strukturen. Es ist ein absolutes Armutszeugnis, dass Hummels bereits wieder der absolute Chef auf dem Platz ist. Und das obwohl kaum noch jemand von früher da ist. Eine Mannschaftshierarchie sucht man bei uns vergebens. Wie auch, wenn hier spätestens nach 2 Jahren sowieso kaum noch jemand da ist. Btw. was macht eigentlich Kehl?

Der BVB stand mal für etwas. Davon ist nichts mehr übrig. Vom aufregendsten Verein Europas zum größten Kasperletheater Europas. Und das in nur wenigen Jahren. Der Verein hat keinerlei Identität mehr, steht für keine Werte und mittlerweile spielen wir auch wieder einen völlig unansehlichen Gurkenfußball. Außer die Herren auf dem Platz lassen sich mal dazu herab, sich ein bisschen anzustrengen. Tja, so dümpelt halt alles weiter vor sich hin. Demnächst dann eben mit der nächsten armen Sau auf der Trainerbank, die diese charakterlosen Mentalitätsmonster nicht in den Griff bekommt.


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