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Aber mal so alles in allem... (BVB)

huerde, Dienstag, 24.09.2019, 09:16 (vor 2433 Tagen) @ Didi


Was hat die Zeit mit uns gemacht, was ist denn bloss aus uns geworden?


Ein paar Aspekte sehe ich ein wenig anders:

ERSTENS
Auch unter Klopp war nicht nur eitel Sonnenschein. Und geile Zeiten gab es auch schon vorher und bedingt auch nachher. Um es konkret zu sagen: Im Erfolg ist meistens alles gut. Im Misserfolg ist alles schlecht. Und Klopp hatte eben Erfolg gebracht (auf unglaublich Weise… keine Frage). Die Meisterschaft 2011 hatte was romantischeres als jene von 2002. Aber dennoch war auch da die Stimmung gut.


ZWEITENS
Du darfst das Forum nicht mit der Stimmung rund um den Verein gleich setzen. Das Internet in dieser Form gab es in den 90ern noch nicht. Und dass das wilde Auswüchse produziert weiß man aus allen Lebensbereichen. Ich würde daher die Stimmung im Forum nicht zu hoch hängen. Im Stadion in Frankfurt habe ich auf jeden Fall keine wirklich schlechte Stimmung wahr genommen. Unverständnis für das schlurfige Ausklingen der ersten Halbzeit. Frust über den späten Ausgleich. Aber nicht diese negative Grundstimmung, die hier teilweise im Forum unterwegs ist.


DRITTENS
Das Leben als Fußball-Fan lebt von Emotionen. Und diesbezüglich hat die Borussia vielleicht die jämmerlichste Rolle in der Liga. Wenn es perfekt läuft, wird man knapp hinter den Bayern zweiter. Wenn es mies läuft, wird man immer noch vierter. Will heißen: Es ist alles scheißegal.
Und in diese Inhaltslosigkeit hinein ereignet sich dann eine vergangene Saison, wo auf einmal doch was nach oben drin war. Gefolgt von vollmundigen Ankündigungen, diesmal oben angreifen zu wollen. Auch hier im Forum war vor der Saison eine große Euphorie zu spüren.
Und dann folgen vier mühsame Auswärtsauftritte gegen nominell hoffnungslos unterlegene Gegner, wo es der Borussia nur in seltenen Phasen gelang, zu zeigen, wer Ambitionen auf die Meisterschaft und wer wahrlich andere Sorgen hat. Gepaart mit einem emotionslosen Spielstil eines Trainers, der nie richtig hier ankam. Und gefolgt von ein paar unglücklichen Aussagen des Kapitäns, der inhaltlich nicht mal völlig unrecht haben mag, aber von Zeitpunkt und Selbstwahrnehmung halt doch ziemlich daneben lag.

Ich kann in dieser Gemengelage eine leichte Frustration (weil sich eben abzeichnet, dass doch wieder nichts Hoffnung machen wird, dass es mal um was gehen wird) total verstehen. Wie sich das hier teilweise äußert… da habe ich längst aufgegeben, mich zu wundern.


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