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Guter Ansatz (BVB)

uwelito, Wambel forever, Montag, 23.09.2019, 17:38 (vor 2435 Tagen) @ holgernova

..., aber ich finde, dass es mindestens noch einen Faktor gibt, der sich
unabhängig vom Trainer, in der Mannschaft über Jahre manifestiert hat.

Dieses Gefühl der Ohnmacht, dass heute ist wieder so ein Tag ist, wo alles gegen uns läuft:

- wenn wir den Innenpfosten treffen, dann springt der Ball wieder raus, während er beim Gegner ins Tor geht
- enge Zweikämpfe werden vom Schiri meistens zu Gunsten des Gegners bewertet
- wir müssen wegen Verletzung wechseln
- der gegnerische Torwart macht das Spiel seines Lebens
- erster Torschuss des Gegners, dann auch noch ein Sonntagsschuss, ist drin, während wir doch so überlegen sind
- und dann noch: die Bayern haben so ein Pech nie

Gerade bei Marco Reus, unserem Kapitän und einem unserer Führungsspieler, empfange ich häufig Signale, anhand seiner Körpersprache und Gesten, dass er das Gefühl hat, gegen das "bad karma" nichts tun zu können. Vielleicht ist es auch menschlich, wenn man sein Talent sieht und dann seine durch unglückliche Verletzungen und schicksalhafte Spiele (unglückliche Niederlage Wembley 2013, Verletzung vor der WM 2014, selbst der Pokalsieg mit seiner Knieverletzung) eher mittelmäßigen Karriere-Ergebnissen.

Ich glaube, dass da auch der große Unterschied in der Mentalitätsfrage ggü. z.B. den Bayern liegt und hoffe, dass Mats Hummels als positives Beispiel vorangeht und allen zeigt, dass man das Schicksal in der eigenen Hand hat und jeder noch so kleine Rückschlag eher als Motivation gesehen werden sollte, jetzt erst recht noch ne Schippe drauf zu legen und das Ding zu gewinnen.

Der Mentalitätsmythos der Bayern ist relativ leicht zu entzaubern. Die haben seit Jahren immer eine Vielzahl von potenziellen Führungsspielern in der Mannschaft gehabt und konnten somit das eine oder andere individuelle Leistungstief relativ locker kompensieren. Sicher kann man die "Mentalität", um auf Ecki Heuser Niveau zu bleiben, von Spielern wie Ribery oder Robben beweihräuchern. Aber auch bei denen gab es unzählige Spiele wo rein gar nichts kam. Da konnten aber andere Spieler in die Bresche springen und es wurde trotzdem gewonnen. Wir haben leider nicht genug gestandene Spieler in den Mannschaftsteilen, die eventuelle Formschwächen der Schlüsselpieler auffangen könnten.


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