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Die Ausnüchterung vom Fansein (BVB)

Djerun, Dienstag, 24.09.2019, 08:54 (vor 2434 Tagen) @ Phil

Ich kann gar nicht wirklich abschließend erkennen, was bei uns vorliegt. Ich schrieb es schon anderswo die letzten Tage:

Es herrscht bei uns irgendwas zwischen permanenter Aufregung, zu hohen Erwartungen und zu schneller Zufriedenheit. Und zwar durchweg - also vom Geschäftsführer, über die Spieler, den Trainer bis hin zu den Fans und Begleitern.

Und jeder sucht sich seine Zutat aus, die er dann in diese Suppe kippt und am Ende ist die so bitter und wenig schmackhaft, dass man als BVB damit nicht wirklich erfolgreich agieren kann. Und bei manchen reicht dann schon ein nicht 100 % stabiles 5:1 gegen den FC Augsburg, der dann einfach auch in deren Augen fürchterlich schwach war, um zu sagen "So wird das nicht reichen, werden wir schon in den nächsten Spielen sehen".

Und dann gewinnt man, erneut durchaus mühevoll, beim 1.FC Köln und diese Leute sagen "Seht ihr, dass war nun noch schlechter, dieses 3:1 in Köln, als das 5:1 gegen Augsburg...."

Andere hingegen verfallen sofort in tiefe Zufriedenheit ob eines 5:1 gegen durchaus biedere Augsburger und feiern dann den Sieg in Köln als Triumph von Favre, der mit Brandt und Hakimi geniegleich den Sieg einwechselte....

Gleichzeitig werden normale sportliche Unwuchten nicht mehr akzeptiert. Ein Unentschieden in Frankfurt? Gilt dann, am 5. Spieltag, fast schon als Abgesang auf die ganze Saison...

Und einfache und auch durchaus emotionale Kritik geht dann in all diesen Meinungen und Gemischen unter. Und das alles färbt einfach auf das ab, was bei uns so rund um den BVB passiert und am Ende wirkt es genau so auch in diesem Kader.

MFG
Phil

Ich denke, dass es bei der momentanen Gefühlslage im wesentlichen nicht um die Ergebnisse an sich geht, sondern um die jeweiligen Spiele dahinter. Selbstverständlich kann nicht jedes Spiel so gestaltet werden wie gegen Leverkusen oder Barca! In diesen Spielen konnte man aber beim Verhalten der Spieler auf dem Platz große Unterschiede erkennen zu den Auftritten in Köln, Berlin oder Frankfurt. Jedes Spiel ist individuell und auch der Gegner spielt noch mit. Aber wenn in einem Spiel jeder Akteur ganz offensichtlich seine Aufgaben macht, Laufbereitschaft zeigt und hoch motiviert/konzentriert wirkt und 3-4 Tage später genau das wieder vermissen lässt, weil es kein Heimspiel ist oder nicht der FC Barcelona - und genau so ist es ganz offensichtlich und für jeden erkennbar! - führt das zu Irritationen...
Ich sagte es schon einmal: solange man das Gefühl hat, die Spieler versuchen, alles aus sich rauszuholen in den 90 Minuten, aber man scheitert halt an Pfosten, Latte oder überragendem Torwächter in dem Spiel, hält sich die Kritik eher in Grenzen nach dem Motto: Alles gegeben, aber dumm gelaufen... Leider hat man aber immer und immer wieder NICHT das Gefühl bei den Spielern, dass sie in den genannten Spielen alles gegeben haben, während Unioner, Frankfurter oder Kölner alles reingeworfen haben, was geht. Und das ist hochgradig frustrierend und ernüchternd und macht auch ein Stück weit wütend...


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