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Urteile im NSU-Prozess (Sonstiges)

Schnippelbohne @, Bauernland, Mittwoch, 11. Juli 2018, 12:41 (vor 102 Tagen) @ Thomas

Das würde heißen, dass jemand, der einen Auftragskiller anheuert, um sich selbst die Hände nicht schmutzig zu machen, niemals wegen Mordes verurteilt werden könnte.


Nein, weil man eine andere Person als Werkzeug der Tat missbraucht.

Oder man beschließt gemeinsam mit einer anderen Person, jemanden umzubringen und die andere Person führt es dann aus, rührt z.B. das Gift in den Kaffee. Auch dann kann man Mörder in Mittäterschaft (und nicht nur Gehilfe) sein, wenn man den Entschluss voll mitgetragen hat, vielleicht sogar das Gift besorgt hat, den Kaffee gekocht hat und dazu ein Mordmotiv erfüllt (Habgier z.B. als häufiges Mordmotiv). Klassischer Fall: Man will Oma um die Ecke bringen, um früher an das Erbe zu kommen. Der eine rührt das Gift in den Kaffee, der andere führt ihr die Tasse zum Mund. Keiner von beiden ruft den Notarzt. Man teilt sich das Erbe = Beide Mörder.

 

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