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Exkursion in die zivilisierte Welt des 21. Jhs.: (Sonstiges)

markus, Freitag, 17.07.2026, 17:29 (vor 3 Stunden, 20 Minuten) @ Gargamel09

Das sind aber so Dinge im Leben, mit denen muss man sich abfinden, weil sich darüber aufregen, wie zum Beispiel in dieser Diskussion mehr Zeit kostet, als das eigentliche Problem. auch wenn Prozesse heutzutage natürlich effizienter laufen, es wird nie dazukommen, dass es perfekt wird. Es wird immer Zwischenfälle geben, die nicht vorhersehbar sind, die da alles durcheinander bringen.


Zwischen einem unvorhersehbaren Zwischenfall und dauerhaft schlechter Organisation besteht aber ein Unterschied.

Und dass man sich mit allem einfach abfinden müsse, überzeugt mich auch nicht. Nach der Logik dürfte man sich über gar nichts beschweren oder Verbesserungsvorschläge machen, weil die Diskussion darüber Zeit kostet. Viele Verbesserungen im Alltag gibt es doch gerade deshalb, weil Menschen Missstände angesprochen haben – nicht, weil sie sie kommentarlos akzeptiert haben.


Bei Dir klingt das aber so bzw. kommt so rüber, als ob das der der Status Quo ist und das ist definitiv nicht der Fall. Es gibt Tage, da geht es ganz schnell oder normal schnell an der Kasse oder beim Arzt oder oder , da sagt dann aber keiner, oh man, das lief heute aber reibungslos beim Einkaufen, es werden auch hier immer die negativen Erfahrungen geteilt, was dann oft so erzählt wird, als träfe das immer zu.

Ich habe hier so einen Spezi, da könnte man annehmen, den sein Tag besteht nur aus verschwendete Zeit, weil der über alles meckert - Arzt, Amt, Straßenverkehr. Das kann man sich tlw. nicht mehr anhören. Der beruhigt sich dann auch nicht und schwenkt dann halt auch was anderes um, Wetter, Politik... .

Ich glaube, beide Extreme bringen einen im Leben nicht besonders weit. Derjenige, der über wirklich alles meckert, macht sich das Leben unnötig schwer. Aber genauso wenig erstrebenswert finde ich die Haltung, dass einem alles egal ist und man jede vermeidbare Ineffizienz einfach achselzuckend hinnimmt.

Für mich liegt die vernünftige Position irgendwo dazwischen: Nicht aus jeder Kleinigkeit ein Drama machen, aber trotzdem erwarten dürfen, dass Dinge ordentlich organisiert sind und unnötige Zeitverschwendung vermieden wird. Das hat für mich nichts mit Dauermeckern zu tun, sondern mit einem normalen Anspruch an guten Service.


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