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Exkursion in die zivilisierte Welt des 21. Jhs.: (Sonstiges)

Gargamel09, Freitag, 17.07.2026, 14:48 (vor 23 Stunden, 56 Minuten) @ markus

Die Zeit du hier im Forum nur mit dieser Diskussion verbracht hast, ist um ein ettliches höher, als was ich in den letzten 5 Jahren insgesamt wegen barzahlenden Rentnern in Supermarkt-Schlangen länger warten musste.


Der Unterschied ist, dass ich mich aus freien Stücken dafür entscheide, dies zu tun. In einer Warteschlange habe ich diese Wahl nicht.

Du lebst halt nicht allein auf der Welt - oder stehst so im Mittelpunkt, dass sich alles nach dir richtet, da muss man sich nun mal auch nach anderen richten.

Früher musste den Menschen bei der Jagd darauf warten, dass ein Tier vorbeikommt, das hat sich nicht freiwillig auf die Feuerstelle gelegt - verspeist mich. Da gingen bestimmt mehrere Stunden vorbei, ohne dass sie was anderes machen konnte.

Im Zusammenleben mit anderen Menschen wirst Du immer auf andere angewiesen und von denen abhängig sein, auch wie schnell sich die Schlange an der Kasse bewegt.


Der Vergleich mit der Steinzeit ist etwas schräg. Nur weil Menschen früher stundenlang auf der Jagd warten mussten, heißt das doch nicht, dass wir heute bewusst unnötige Wartezeiten gut finden sollten. Nach der Logik könnten wir auch wieder ohne Waschmaschine waschen oder Briefe statt E-Mails verschicken.

Das sind aber so Dinge im Leben, mit denen muss man sich abfinden, weil sich darüber aufregen, wie zum Beispiel in dieser Diskussion mehr Zeit kostet, als das eigentliche Problem. auch wenn Prozesse heutzutage natürlich effizienter laufen, es wird nie dazukommen, dass es perfekt wird. Es wird immer Zwischenfälle geben, die nicht vorhersehbar sind, die da alles durcheinander bringen.


Und selbstverständlich bin ich an der Kasse von anderen abhängig. Genau deshalb sollte ein Supermarkt seine Abläufe möglichst kundenfreundlich organisieren, etwa indem bei großem Andrang rechtzeitig eine weitere Kasse geöffnet wird. Das richtet sich nicht nach mir persönlich, sondern kommt allen Kunden zugute.

Ich gehe fest davon aus, dass die Konzerne das tun und auch wollen, aber was in Supermarkt in Köln funktioniert, kann im Supermarkt Leipzig heute mal nicht klappen, obwohl bei beiden allesnach Schema F abläuft. Sei es, dass eine Kasse spinnt, dass sich ein Mitarbeiter während der Arbeit verletzt hat, oder das Kind zuhause krank ist, plötzlich Personalnot herrscht usw.. - da gibt es 100 Dinge die passieren können, die man versucht zu vermeiden, aber dennoch auftreten.

Und das ist überall so, denn weder beim Arzt - Notfall kommt rein, wollen sie einen Patienten länger als nötig vor Ort haben, auch die wollen pünktlich Feierabend machen, noch im Supermarkt, denn wenn an der Kasse angekommen, der braucht nichts mehr, der sollte nun schnell den Laden verlassen.


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