schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Das ist Bundesliga (Spieltage)

istar, Freitag, 24.04.2026, 16:37 (vor 21 Stunden, 24 Minuten) @ Timo_89

Es beißt sich halt, dass du einerseits eine spannende Liga möchtest, den Status quo aber nicht hergeben magst.
Der durchschnittliche Fan ist voller Widersprüche. Er will Spannung, gleichzeitig soll es sowas wie im letzten Jahr nicht geben, sondern am 30. Spieltag idealerweise alles in trockenen Tüchern sein. Er sagt „Scheiß Kommerz“, schließt aber vier Abos hat. Er will nicht deutlich mehr für die Dauerkarte zahlen, will aber mit Bayern München um die Meisterschaft konkurrieren. Er findet die ungleichen Finanzen eigentlich doof, verweist aber darauf, dass wir die Klub-WM Millionen gut und gerne mitnehmen sollten.

Ist halt alles nicht konsequent. Und deshalb klappt das auch so hervorragend, Fans als reine Konsumenten zu betrachten, die man richtig schön melken kann.


Ich glaub, dein Denkfehler beginnt schon da, dass Fans rational, konsequent und frei von Widersprüchen sind. Auf der Grundlage können wir sofort aufhören zu diskutieren. Denn du beantwortest auch nicht, woraus du diese "Ansprüche" an Fans ableitest. Einen Homo oeconomicus Archetyp Fan gibt es schlicht nicht.

Fan sein ist per se das Gegenteil davon. Es ist emotional, irrational und chaotisch. Warum fliegen 100.000 Dortmunder nach London, obwohl ein Großteil keine Karte hat? Warum macht man sich vor jedem Spiel gegen Bayern, PSG, City, Real immer wieder Hoffnungen, obwohl die Chancen rational halt klar verteilt sind? Warum fährt man hunderte km zum Auswärtsspiel, um im Kessel von Polizisten zum Stadion eskortiert zu werden um dann im Stadion hinter Fahnen nicht einmal das Spiel zu sehen? Beliebig fortzusetzen.

Fans sind wie sie sind. Auch wenn du es vielleicht gern anders hättest oder dich selbst an einigen Stellen anders einschätzt.

Man kann aber als Fan irrational und emotional sein und trotzdem ein paar Gedanken daraus ableiten.
Emotional betrachtet wünsche ich mir natürlich immer einen Sieg meines Vereins. Verliert der, bin ich darüber irrational angepisst.
Gleichzeitig weiß ich, dass Höhen, Tiefen und dementsprechend Niederlagen dazugehören und das Ganze erst spannend machen. Hätten wir nicht ab und zu Phasen wie letzte Saison unter Nuri oder in der letzten Klopp-Saison oder eigentlich unerklärliche Spiele wie in Bergamo könnte man sich das eigentlich klemmen.
Ausreißer in die andere Richtung sind für uns ein CL-Finale.
Emotionen müssen gefüttert werden, durch Träume von großen Spielen oder Titeln oder Ängsten vorm Absturz.
Rational betrachtet wird der Raum zum träumen nach oben hin aber arg limitiert durch die Bayern-Dominanz.
Aber emotional und irrational stirbt die Hoffnung nie und nächste Saison wird man sehen,was kommt.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


schwatzgelb.de unterstützen

1565634 Einträge in 16800 Threads, 14386 registrierte Benutzer Forumszeit: 25.04.2026, 14:01
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln