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Neu auf schwatzgelb.de: Der BVB als Teil der Hollywoodisierung des Fußballs: Der "Ruf“ durch die Irrwege der Bundesliga (BVB)

stfn84, Köln, Mittwoch, 08.01.2025, 19:36 (vor 400 Tagen) @ Sascha

1. Borussia Dortmund war in den 1990er Jahren maßgeblich daran beteiligt die CL zu dem zu machen was sie ist und die Solidargemeinschaft aufzukündigen. Obwohl da "Herr Watzke" noch gar nicht verantwortlich war.

Ja. Und? Wo ist da das Argument, immer weiter zu machen, spätestens nachdem Corona gezeigt hat, auf welch wackeligen Füßen das alles steht. Ich habe mich übrigens auf alle Vereine bezogen und nicht allein auf den BVB. Das geht auch klar hervorm

Wenn ich unterstelle, dass Du wie ich in den 1990ern zum Fan des BVB wurdest, kann ich dem BVB 2025 ja nicht unkritisch Dinge vorwerfen, die man als Kind und Jugendlicher komplett entspannt akzeptieren konnte. Zumindest empfinde ich das als etwas komisches, da der BVB eben nicht der nette Dorfclub oder der kommerzkritische Player war, als ich mich diesem Club verschrieben habe.

Der Artikel bezieht sich auf Aussagen von Watzke, die er in seiner Rolle als DFL Vertreter machte. Borussia Dortmund dürfte - im Gegensatz zum Großteil der übrigen Proficlubs, sehr gut aufgestellt sein. Trotzdem würde auch der BVB keinen längerfristigen Ausfall der wesentlichen Einnahmestränge verkraften.
Da dürfte der Profifußball aber kein Alleinstellungsmerkmal haben.
Die Lufthansa hat durch Corona mal eben 7 Milliarden Euro verbrannt. Und da der Profifußball in Gänze eben heute mehr Unternehmen als Verein ist, ist das keine den Fußball betreffende Entwicklung.

Es überrascht auch nicht, dass der VfL Bochum (oder auch alle Clubs der Bundesliga) dafür eintreten, dass ausnahmslos alle Proficlubs gleichermaßen profitieren. Jeder Club tritt in erster Linie für die eigenen Interessen ein. Das dürfte ja nun wirklich Niemanden verwundern.

2. Ist Borussia Dortmund sicherlich kein solch relevanter Player, der allein die Fehlentwicklungen der letzten 20 Jahre im Profifußball beseitigen kann. Würde der BVB die Teilnahme an der Club WM boykottieren, gäbe es eben genügend andere Clubs die dort mit Freude antreten.

Ja. Haltung gibt es eben selten gratis.

Selbstredend. Beim Thema Haltung erkenne ich aber bei den ganzen Schauerreden über Aki und Co. hier selten, dass das im gleichen Maße gelobt wird wie Fehlentwicklungen kritisiert werden.

Man kann natürlich fordern, dass der BVB nicht an diesem Wettbewerb teilnehmen möge. Ob das nun aber für den Profifußball und/oder den BVB von Vorteil wäre, ist ja erst einmal nur eine These die Dir - bezogen auf den BVB - gefiele.

3. Unabhängig davon mag es zwar für Dich und mich ein unnützer Wettbewerb sein, auf den man lieber verzichtet. Ob Jene die diesen Wettbewerb als unnötig erachten aber beim BVB (Eigentümer und Kapitalgeber-Seite) in der Mehrheit sind, kann aber ruhig bezweifelt werden. Die Mehrheit der BVB Mitglieder die ich kenne nimmt den Wettbewerb gerne mit. Von den Kapitalgebern mal ganz zu schweigen.

Ich habe es unten geschrieben: diese Club-WM vergrößert das finanzielle Ungleichgewicht der Ligen nur weiter. Für die Teilnehmer ist es fast eine zweite CL. Gleichzeitig wird es sich langfristig qualitativ auf den Fußball auswirken. Die Spieler werden einfach nicht permanent und pausenlos Topleistungen bringen können.

Ja.
Und? Es geht ja erst einmal darum, dass die Haltung (Ablehnung der Klub WM, Ablehnung von Qatar, Saudi Arabien etc) eine subjektive Einschätzung ist.
Lustigerweise hat man bei der EM 24 vom Autor noch Positives zu einem Turnier gehört, was auch mit Geld zwielichtiger Unternehmen und Staaten finanziert wurde. Die selektive Verurteilung von Saudi Arabien, Qatar und Co ist nicht sonderlich konsequent, wenn ich dies eben nur situativ anwende.

4. Borussia Dortmund kann Nichts gegen RB Leipzig, Saudi Arabien oder Qatar ausrichten. Und ich finde es ziemlich unverschämt, dass man suggeriert es würde an fehlendem Engagement liegen. Die von Dir genannten Probleme sind wahlweise außerhalb der Sphäre der Clubs (Multi Club Ownership, Ausdehnung der FIFA Wettbewerbe, Vergabe von Wettbewerben in den Nahen Osten aufgrund offensichtlicher, massiver finanzieller Unterstützung) oder zwangsläufig dem "Geschäftszweck" der Profifußball-Unternehmen geschuldet. Es ist nicht BORUSSIA DORTMUND die sich dafür einsetzen für sich selbst das Maximum herauszuholen: Es sind ausnahmslos alle Proficlubs.

Sorry, viel zu leicht.

Zum Thema Leipzig: die DFL-Vereine haben alle aktiv der Lizensierung für den Profifußball zugestimmt. Auch wenn man hinterher ein paar Feigenblattaktionen wie Retrospielstände, oder keine Finalschals in Berlin gemacht hat, haben die Vereine RB durchgewunken und dieses Spielchen mit Rasenball und leicht veränderten Logo mitgemacht.

Ist das so?
Tatsächlich interessiert mich wer die Lizensierung vornimmt? Wird das auf einem DFL Kongress von den Profiteams verabschiedet, oder hat die "Verwaltung" der DFL Leipzig entsprechend des damals gültigen Lizensierungsverfahrens die Spiellizenz erteilt?

Und was Multiclubownership und Co. angeht: da gibt es die ECA, die beim Fifa-Council mit am Tisch sitzt. Watzke war da sogar im Vorstand. Hat sich da einer der Vereine und deren Vertreter mal öffentlich dagegen positioniert?

Das ist doch völliger Unsinn, das so darzustellen, als hätten die Klubs keinen Einfluss darauf. Aber wenn man dann al-Khelaifi zum Vorsitzenden wählt, dann ist schon klar, welchen Fußball man unterstützt.

Mir persönlich geht es ja nur darum, dass der BVB allein da eben Nichts bewirken kann.

Man kann diese Doppelrolle von Watzke aber natürlich kritisch sehen. Die empfinde und empfand ich auch stets als unglücklich.
Dann aber auch immer vom Kleinen aufs Große zu gehen, finde ich in Bezug auf Kritik an "Herrn Watzke" dann eben unverschämt. Weil Al-Khelaifi gewählt ist und der DFB die WM in Saudi Arabien mitträgt, arbeitet man sich an Aki ab.

Wenn ich das Alles nicht mehr aushalten kann, ist der Konsum von Profifußball eben nicht sonderlich logisch und das Urteil des Autors zurecht: Inkonsequenz von uns Fußballfans!

Ja. Und? Ich kann mittlerweile damit leben, mir Fußball als Wochenendunterhaltung anzugucken. Trotzdem kann ich der Meinung sein, dass es besser werden kann und sollte.

Total. Es ist aber wahrscheinlicher, dass Du und ich im Lotto gewinnen, während wir vom Blitz getroffen werden.
Man kann aber selbstredend versuchen Einfluss darauf zu nehmen, dass der BVB sich dann nun gegen die Kommerzialisierung im Sport stellt. Allein der Glaube fehlt, dass dies der Mehrheitswunsch der BVB Mitglieder sein dürfte.

Aber ehrlicherweise habe ich wenig Lust über den Inhalt eines Buches oder diesen Artikel zu fabulieren, wenn schon solche Absurditäten bei Euch publiziert werden:

Wir alle erinnern uns noch an die Coronapandemie. Sie hat Spuren in unseren Familien hinterlassen und die Long-Covid-Fälle beschäftigen die Wissenschaft bis heute, ebenso wie die psychischen Auffälligkeiten unserer Kinder, die letztlich durch politische Fehlentscheidungen verursacht wurden.


Zum einem habe ich das nicht geschrieben zum anderen finde ich das nicht dramatisch. Ein Lauterbach beispielsweise vertritt doch mittlerweile selbst die Meinung, dass der Umgang mit Schul- und Kitaschließung eher falsch war. Ich sehe da kein Geschwurbel.

Ich bezog mich auf DocKay.
Und "eher falsch" ist was anderes als von ihm veröffentlicht wurde :-)


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