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Sollte sich der BVB ÖFFENTLICH gegen die AfD positionieren? (BVB)

Giog, Mittelhessen, Montag, 26.08.2024, 10:39 (vor 538 Tagen) @ Pa1n
bearbeitet von Giog, Dienstag, 27.08.2024, 19:20

Viele (auch hier im Forum) verkennen meiner Meinung nach, dass die Taktik „Wir dürfen die Rechten nicht zu sehr vor den Kopf stoßen, sonst holen wir sie ja nie zurück“ doch offensichtlich krachend gescheitert ist.
Es ist ja völlig klar, dass die Politik Inhalte liefern muss und bei den Themen, über die die AfD Stimmenfang betreibt, alternative Angebote schaffen muss. Das funktioniert aber nicht, indem man bloß rechte talking points übernimmt, sich dann wundert wieso sich der Diskurs immer weiter verschiebt und sich dann völlig dagegen verwehrt, diese Partei vollumfänglich abzulehnen, weil man die Leute ja mit Samthandschuhen anfassen müsse, um sie wieder zurückzuholen.

Zur Rolle des BVB: ja, der BVB hat sich in seiner Satzung und durch sein Engagement verschiedenen Werten verschrieben, ich finde allerdings nicht, dass man sich aus o.g. Gründen darauf beschränken muss. Seien wir mal ehrlich: Bildungsfahrten und Ähnliches sind extrem wichtige Angebote insbesondere für junge Menschen, aber haben lange nicht die öffentliche Wirkung wie ein entsprechendes Statement der Vereinsführung oder der Mitgliederversammlung. Das Argument „man bringt Unruhe rein, die Presse würde das wochenlang jedem Funktionär unter die Nase halten“ finde ich vorgeschoben bis bequem. Was soll daran das Problem sein? Dass es unsere Spieler vom Fußball spielen abhält? Dass man sich in der Pressearbeit mal unangenehmen Themen widmen muss? Dass irgendwelche Faschos auf die Barrikaden gehen? Ja, vielleicht reicht es nicht mehr aus, dass wir uns auf unserem vermeintlich für jedermann eindeutigen gesellschaftspolitischen Bekenntnis ausruhen. Ich sehe es vielmehr als Konkretisierung dessen an, was der BVB sich selbst in die Satzung und in den Grundwertekodex geschrieben hat: schaut her, das sind unsere Werte, und wir möchten klarstellen: die AfD und das, was ihre Funktionäre nach außen tragen, steht eindeutig gegen diese Werte.


Edit: im Übrigen finde ich, dass man das Rheinmetall Argument schon bringen kann. Wenn der BVB sich in einer einzigen politischen Frage so bewusst und mit so einer klaren Bezugnahme auf die aktuelle politische Lage bekennt, dann kann man sich schon fragen, wieso das nicht bei der aktuell größten Gefahr für die Demokratie möglich sein soll - schließlich hat der BVB ja Verteidigung der Demokratie als großes Buzzword ausgegeben.


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