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So unterscheidet sich die Wahrnehmung (Fußball und Sport allgemein)

markus, Donnerstag, 28.12.2023, 08:13 (vor 765 Tagen) @ simie


Ich finde die Argumente von Lindner in seinem Spiegel Kommentar schon sehr überzeugend.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/christian-lindner-die-schuldenbremse-hat-eine-hoehere-weisheit-gastbeitrag-a-cc56978a-8702-4094-9b27-df0da7fd8550

Das Problem ist einfach, dass uns ein kurzfristiger Umbau der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft bevorsteht, der im übrigen alternativlos ist, der jedoch auch massive Investitionen benötigt. Und diese, während einer Energiekostenkrise, nur durch Kürzungen zu erreichen dürfte entweder direkt scheitern oder viel zu hohe gesellschaftliche Kosten verursachen.
Es geht ja auch nicht um unendliche Schuldenaufnahme. Aber eine begrenzte Erhöhung der Schuldenquote in den nächsten Jahren ist die Voraussetzung dafür, dass man ein Deutschland hinterlässt, was die Herausforderungen des Klimawandels zumindest einigermaßen bewältigen kann. Wenn man jetzt zu viele Fehler macht und zu knauserig ist, wird man ein Deutschland hinterlassen, was die Kosten des Klimawandels nicht ansatzweise wird tragen kann.
Ich fürchte, dass einigen nicht klar ist, was der Klimawandel bedeutet. Der Umbau der Gesellschaft in eine Klimaneutralität ist ja nur die erste Herausforderung.
Danach (und natürlich auch parallel) folgt erst die eigentliche Herausforderung mit der Anpassung an die Folgen der Klimaerwärmung.

Gibt es dazu eine Auswertung? Wieviel Geld muss konkret in welchem Zeitraum für was genau investiert werden? Warum reichen dafür die normalen Steuereinnahmen nicht aus? Ich lese immer nur, dass neue Schulden aufgenommen werden müssen. Vermutlich von Leuten, die das aufgrund der Fragen, die ich gerade habe, selbst auch nicht beantwortet kriegen würden. Aber wie kommt man dann zu dieser These? Es kann ja nicht nur reines Bauchgefühl sein.

Der erste Schritt wäre ja der Blick in den Bundeshaushalt. Der ist online frei einsehbar. Aber selbst wenn man sich dort durch alle Kategorien klickt, wird nicht klar, was genau für den Klimawandel vorgesehen ist und warum diese Summen nicht ausreichen sollen.

Dazu kommt, dass sich die großen Konzerne gerade selbst umbauen. In den Compliance Richtlinien gehört es längst zum guten Ton, innerhalb eines bestimmten Zeitplans Klimaneutral werden zu wollen. Die meisten Investitionen und das eigentliche Wachstum finden in der Privatwirtschaft statt. Der Staat kann dabei helfen. Da wäre aber Bürokratieabbau wesentlich hilfreicher als neue Subventionen ins Leben zu rufen.


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