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So unterscheidet sich die Wahrnehmung (Fußball und Sport allgemein)

markus, Mittwoch, 27.12.2023, 16:02 (vor 765 Tagen) @ Jurist

Ich weiß es nicht. Ich hoffe natürlich das Gegenteil.

Und ich habe nei einen Hehl daraus gemacht: Aus strategischer Sicht ist die Beteiligung an der Regierung in der post-Covid-Phase sehr undankbar. Und gerade der Ukrainekrieg hat die Komplexität verantwortlichen Regierungshandeln dann noch einmal stark erhöht. Da gibt es einiges aufzuräumen.

Zugleich sehe ich aber gerade bei der SPD keinen Ansatz, sich dem zu stellen. Da wird auf alles und jeden mit dem Finger gezeigt. Klar, das ist eine naheliegende Reaktion, aber hilft sie?

Bei den Grünen, die ich ja auch sehr gerne kritisiere, sehe ich da bei einzelnen Politikern (insbesondere natürlch Habeck) einfach mehr Gestaltungswillen. Das Einräumen, man hätte einen Realitätscrash erfahren, zeugt davon, dass dort ein Denkprozess eingesetzt hat, dass man nicht alles wie im Ideal gestalten kann, dass man mal unangenehme Kompromisse schließen muss.

Dieser Pragmatismus ist zur Bewältigung der Probleme dringend nötig und da habe ich das Gefühl, dass die Union in der Vergangenheit leichter mal über ideologische Klippen gesprungen ist (Ehe für alle, Atomausstieg, Abschaffung Bundeswehr).

Mir fehlt die Fantasie dafür, dass mit der Union die wichtigen Probleme besser gelöst werden können. Wir reden hier immer noch über eine konservative Partei. Da gilt schon naturgemäß die Prämisse, möglichst gar nichts zu ändern und an bisherigen Strukturen festzuhalten. Das ist auch ein guter Ansatz, wenn etwas bereits gut funktioniert. Unter Merkel sind einige Dinge geändert worden, nur um dann hinterher dafür kritisiert zu werden. Parteiintern war das zu viel des Guten. Andere behaupten dagegen, es habe 16 Jahre Stillstand gegeben. Wie steht denn ein F.Merz zu den drei Themen? Glaube nicht, dass er die Ehe für alle, den Atomausstieg und die Abschaffung der Wehrpflicht inhaltlich für richtig findet. Ebensowenig den Mindestlohn und das Bürgergeld. Dauert bestimmt nicht mehr lange und es landet auch wieder sein altes Lieblingsthema von Anfang der 2000er, die Lockerung des Kündigungsschutzes und die Ausweitung von Befristungen, auf dem Tisch.

Unter Merkel war die CDU für mich wählbar. Das waren größtenteils ausgewogene Kompromisse und wir hatten nach der Wirtschaftskrise über mehr als zehn Jahre (bis Corona kam) einen Wirtschaftsaufschwung. Unter Merz ist die CDU für mich nicht wählbar. Zudem ist er mit 68 auch keine Zukunftslösung.


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