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Carsten Linnemann möchte die Stadien per KI überwachen lassen (Fußball und Sport allgemein)

markus, Mittwoch, 27.12.2023, 12:22 (vor 766 Tagen) @ Pfostentreffer

Das zeigt ja bereits die Beschränktheit deines Ansatzes. Alles unter rein kapitalistischen Gesichtspunkten zu bewerten wird der Gesamtbetrachtung nicht mal im Ansatz gerecht. Besonders dann nicht, wenn man - wie du oben schreibst, tatsächlich glaubt in einer sozialen Marktwirtschaft zu leben, obwohl 50% der Einwohner diese Landes weniger als 1 % Vermögen auf sich vereinigen. Hat bestimmt keine strukturellen Gründe, haben sich alle nicht richtig angestrengt in der Schule, oder?

Es sind 1,4%. Das macht es natürlich nicht besser. Aber deshalb muss man nicht den Kapitalismus in Gänze in Frage stellen. Auch im Kapitalismus lassen sich bestimmte Strukturen verändern. Wird man zu schlecht bezahlt, hat man die Möglichkeit sich dagegen zu wehren (Vereinigungsfreiheit). Und gerade jetzt haben wir einen Arbeitnehmermarkt, der auch bleiben wird. Da stehen jedem alle Türen offen. Es hat heute auch jeder die Möglichkeit, ziemlich einfach und kostengünstig Vermögen aufzubauen. Das geht schon mit kleineren Beträgen. Man muss nur das gleiche tun, was alle Vermögenden tun. Das Geld gescheit anlegen und Marktrenditen mitnehmen. Also ein bißchen Eigeninitiative ist schon gefragt. Das fällt nicht einfach vom Himmel.

Wir leben auch gar nicht in einem ausschließlichen Kapitalismus. Der Begriff soziale Marktwirtschaft ist da schon genau richtig. 20% vom Bruttolohn gehen direkt in die Sozialkassen. Vom Arbeitgeber kommt der gleiche Anteil nochmal oben drauf. Dazu kommen die Lohnsteuer, die der Staat für die Allgemeinheit verwendet. Ich finde das, was von meinem Bruttoeinkommen runtergeht, schon enorm viel.

Ich bin dennoch dagegen, das zu ändern. Nicht jeder hat das Glück, ausgerechnet in Deutschland geboren zu sein. Wenn dann ein Teil für die Flüchtlingskrise draufgeht, ist das für mich okay. Schließlich haben wir lange genug andere Länder unterdrückt und ausgebeutet. Wer sich da wundert, dass diese Menschen dann irgendwann bei uns auf der Matte stehen, hat nicht wirklich viel mitbekommen.


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