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So unterscheidet sich die Wahrnehmung (Fußball und Sport allgemein)

Jurist, Dienstag, 26.12.2023, 13:15 (vor 766 Tagen) @ pactum Trotmundense

Meine Aussage bezieht sich ja auf zwei Elemente:

1. Den Abstieg,
2. das Abarbeiten


Das erstere ist, so denke ich, in der Wahrnehmung absolut mehrheitsfähig, so dass es hierzu keiner weiteren Ausführungen bedarf. Ein Blick auf die Wahlergebnisse und die Umfragen untermauert den Abstieg der den Kanzler stellenden ehemals stolzen Volkspartei.

Das Zweite ist aber offenbar von Dir anders aufgenommen, als ich es ausdrücken wollte. Im politischen Diskurs ist es vorgesehen, dass man über unterschiedliche Idee und Ansätze verfügt und im Idealfall die Argumente des Konkurrierenden aufgreift und anhand dieser Argumente seine eigene Idee fortentwickelt. Ob und wie das derzeit in der Bundespolitik geschieht, sei dahingestellt.

Es ist also zunächst der Natur der Sache und unterschiedlichen Herangehensweisen und Perspektiven geschuldet, dass man unterschiedlicher Auffassungen ist. Und hieraus folgt auch häufig das Gefühl, dass der andere Unrecht hat, schließlich hat man selber ja Recht.

Aber gerade hier passiert meines Erachtens der Kardinalfehler, den Ulrich sehr häufig unterliegt: dieses Gefühl ist nicht die Tatsache. Tatsächlich liegen wir in ebenso oft falsch, wie wir Recht haben. Allein diese Erkenntnis sollte zu einer gewissen Demut führen.

Aber gerade die bleibt aus. Und das ist etwas, was ich an den Sozialdemokraten - und pars pro toto - an unserem stolzen Parteisoldaten hier im Forum oft beobachten kann:

Es wird nicht argumentiert, weshalb die eigene Position die richtige ist. Es wird schon gar nicht versucht, die eigene Position nach oben beschriebenen Prozess zu optimieren.

Nein, der Fokus liegt darauf, den vermeintlichen Gegner zu diskreditieren und zu dämonisieren. Dieses Negative Campaining hat die SPD insbesondere im letzten Bundestagswahlkampf sehr stark betrieben. Und in diesem hat es ihr zum Erfolg verholfen. Das Problem bei dieser Art der Manipulation ist nur, dass sie nicht nachhaltig ist. Es ist wie die Rabattaktion zur Steigerung des Umsatzes. Kurzfristig ist es erfolgreich, langfristig macht es aber abhängig und führt nicht zu einem Aufschwung.

Und gerade das erlebt die SPD derzeit. Das so manipulierte Wahlvolk erkennt, dass die SPD gerade keine Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit hat. Und anstatt diese zu entwickeln, arbeitet man sich lieber an den politischen Mitbewerbern ab. Wozu führt das? Das Ergebnis sehen wir an den Wahlergebnissen und Umfragen. Und sollte hier keine Veränderung eintreten, wird die SPD sich auf lange Zeit in der Rolle wieder finden, in der sich das Abarbeiten an der Konkurrenz anbietet: in der Opposition.


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