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Neu auf schwatzgelb.de: Schlechte Stimmung beim BVB: Abbruch statt Aufbruch? (BVB)

FliZZa, Sersheim, Dienstag, 05.09.2023, 07:48 (vor 902 Tagen) @ Will Kane

Bedingungslose (statt kontrollierter) Offensive und eine ebenfalls geschickte Transferpolitik waren die Grundlagen für den Erfolg. Man wähnte sich zeitweilig als Herausforderer des FC Bayern. Und genau das war der Anfang vom Ende des Erfolgs.

Werder hat sich immer auch von Transfererlösen finanziert. Spieler wurde günstig verpflichtet (meist Spieler, die woanders nicht reüssieren konnten), entwickelten sich bei Werder zu Topspielern und wurden teuer verkauft. Davon rückte man allerdings mehr und mehr ab und versuchte stattdessen mit dem Geld, das man aus den CL-Teilnahmen erhielt, den Kader beieinander zu halten (in dem so einige deutsche Nationalspieler vertreten waren). Was satte Gehaltserhöhungen bedeutete, die das Budget belasteten.

Gleichzeitig wurde die Trefferquote bei Neuverpflichtungen stetig geringer, dafür aber die verpflichteten Spieler teurer.

Hast du hier über Werder oder über Borussia geschrieben? :)


Als man sich dann nicht mehr für das internationale Geschäft qualifizieren konnte, musste dann die Notbremse gezogen werden. Im operativen Geschäft geriet man ins Minus, man lebte vom ‚Ersparten’. Leistungsträger wurden verkauft, nicht unbedingt wettbewerbsfähige kostengünstige Spieler wurde dafür verpflichtet. Mit Thomas Eichin wurde eigens ein Manager eingestellt , der Werder wieder aus der Verlustzone bringen sollte, bevor das ‚Ersparte‘ gänzlich aufgebraucht war. Gleichzeitig sollt er dafür sorgen, dass Werder die Klasse hält.

Das ist ihm auch gelungen, immer haarscharf am Scheitern vorbei. Als man dann wieder operative Gewinne erzielte, hatte man zwar so gut wie kein ‚Guthaben‘ mehr, aber es ging wieder aufwärts. Eichin hatte seine Schuldigkeit getan und wurde an die Luft gesetzt.

Danach ging zunächst alles seinen gewohnten Gang; Werders Budget war auf Kante genäht, man spielte gegen den Abstieg, blieb aber in der Liga. Bis man in einer Saison unter Kohfeldt den achten Platz erreichte, einen Punkt hinter den internationalen Plätzen. Und meinte, nun wieder die internationalen Ränge erreichen zu können. Worauf man (für Werderverhältnisse) viel Geld in etablierte Spieler investierte, die weder sportlich weiterhalfen, noch einen Wiederverkaufswert hatten.

Nun erwies sich Kohfeldt nicht als der erhoffte neue Thomas Schaaf, die Spieler nicht als die erhoffte Verstärkung und am End erstieg man ab. Und das alles zu Zeiten von Corona. Nur mit Kreditaufnahmen und Anleihen sowie freundlicher Zugewandheit der DFL/des DFB konnte sich Werder am Spiel Strübig weiter beteiligen. Wobei es natürlich Auflagen gibt, z.B. das Erlösen von Transfergewinnen in bestimmter Höhe. Und die Kredite wollen auch bedient werden.

Bei Werder ist nicht nur alles auf Kante genäht, man wandelt ständig am finanziellen Knockout. Corona konnte man nicht vorhersehen; alle Clubs wurden stark getroffen (absolut wohl am meisten der BVB). Auch am schwachen wirtschaftlichen Umfeld kann man nichts ändern. Wobei ein Investor bislang aus prinzipiellen Gründen bislang abgelehnt wurde.

Die entscheidenden Fehler jedoch, die zu dieser Misere geführt haben, wurden in Erfolgszeiten durch falsche Einschätzung der Situation, der Perspektiven und der eigenen Fähigkeiten durch die handelnden Personen selbst gemacht.

Schuster bleib bei deinen Leisten. Sonst: The harder they come, the harder they fall.


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