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Für den BVB ist die ‚Toptalente-Strategie‘ essentiell, um seinen Status halten zu können (BVB)

Abseits, Montag, 04.09.2023, 23:09 (vor 903 Tagen) @ Will Kane

Unabhängig von Bellingham ist diese Toptalente-Strategie oder dieses Geschäftsmodell doch ein Ritt auf der Rasierklinge? Für mich grenzt es an ein Wunder, dass wir über einen so langen Zeitraum unter den vielen Toptalenten auch immer die wenigen gefunden haben, die sich tatsächlich durchsetzten und ihren Marktwert exponentiell steigern konnten.

Ich sehe hier viele Risiken. Erstens, haben wir dauerhaft die notwendige Expertise, um diese Talente rechtzeitig zu entdecken? Zweitens, werden andere Vereine versuchen, dieses Geschäftsmodell zu kopieren? Drittens, die Ablösesummen für diese Toptalente steigen und damit auch die Risiken, falls sich diese Talente nicht wie gewünscht entwickeln.

Was können wir eigentlich finanziell aushalten? Zwei Jahre ohne CL oder drei, vier Jahre ohne Toptalent bzw. ohne die Ablösesummen für die Toptalente?

Jetzt noch die Sinnfrage. Wozu benötigen wir diese unglaublichen Ablösesummen von 60 oder 80 Millionen für Haaland oder Sancho? Wir benötigen dieses Geld, um vielen durchschnittlichen Spielern ein Champions-League Gehalt zu bezahlen. Wahnsinn. Spieler wie Haaland und Bellingham sorgen für die CL-Teilnahme und finanzieren das Gehalt vom Rest.


Genau das ist der springende Punkt.

Unsere Transfers jenseits der ‚Toptalente‘ sind unter dem Strich nicht so überdurchschnittlich, dass sie eine regelmäßige CL-Teilnahme oder ein Überstehen der CL-Gruppenphase sichern könnten.

Da muss man gar nicht auf einen Nico Schulz verweisen. Auch Spieler wie Brandt oder Can haben z.T. sehr lange gebraucht, bis sie auf dem Niveau waren, das man von ihnen von Beginn an erwartet hatte.

Natürlich kann der BVB nicht nur Spieler verpflichten, die weit über dem Durchschnitt spielen. Aber für zuviele durchschnittliche oder sogar unterdurchschnittliche Spieler sollte man auch nicht zuviel Geld ausgeben.

Was die ‚Toptalente‘ anbelangt, so waren Dembélé, Sancho, Haaland oder Bellingham den Verantwortlichen aller europäischen Topteams bekannt. Der BVB musste sie nicht entdecken. Sondern sie vielmehr davon überzeugen, dass der Wechsel zum BVB der richtige Entwicklungs- und Karriereschritt für sie ist. Das wird auch zukünftig die Hauptaufgabe bleiben, wenn wir diese Strategie fortführen wollen. Und da haben wir nach wie vor gute Argumente.

Bei Dembélé hatte ich Mislintat als Entdecker auf dem Zettel, aber wahrscheinlich hast du recht, es geht nicht um das Entdecken, sondern um den nächsten Karriereschritt. Die Frage ist dann, haben wir für dieses Geschäftsmodell auch zukünftig gute Argumente. Was sind oder waren die guten Argumente? Was wir eventuell in Zukunft nicht mehr als Argument anbieten können, ist die (sichere) CL-Teilnahme oder einen renommierten Trainer wie Klopp, Tuchel oder Favre. Was wir nach wie vor auch in der Zukunft jedem Talent anbieten können, eine relative leichte Chance auf einen Stammplatz.


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