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Vorschlag: Alonso (Spieltage)

markus, Donnerstag, 15.01.2026, 12:54 (vor 1 Stunden, 41 Minuten) @ Phil

Und die Frage ist dann ja auch immer, was eigentlich eine "schöne" oder "attraktive" Spielweise sein soll. Oder "Spielidee"....

ALso klar, die meisten sagen wohl, dass sie eine offensive Spielidee schön und attraktiv finden. Also es sollen einfach viele Tore fallen. Andere finden diesen Ballbesitzkram offenbar wundervoll; ich z.B. fand nichts schlimmer als Peps Barcelona oder diese spanische Nationalmannschaft. Wieder andere mögen eher agressives und eher defensives Spiel. Also Klopp hier richtig erfolgreich war, hat das in Dortmund z.B. fast allen sehr gut gefallen :-) Heute gilt so zu spielen als "unangemessen"....

Ich finde das alles wahnsinnig schwierig und so oder so ist mein Eindruck, dass die Kritik eh immer hin und herschwinkt. In allen Belangen. Und im Grunde wird immer eher das gefordert, was gerade nicht da ist. Wie ich gestern schon schrieb, als hier all die jugendlichen kommenden Weltfußballer für 1-2 Spielzeiten rumliefen, hieß es überwiegend irgednwann, dass das keine sinnvolle Kaderplanung sei und man eher mal auf solidere Spieler im Hinblick auf Verweildauer setzten solle (tat man dann und es wurde kritisiert, dass es ja gar keine kommenden Superstars mehr gebe).

MFG
Phil

Es ist ja auch jahrelang gesagt worden, die Liga sei zu langweilig und es müsse wieder mehr Spannung hinein. Dann gab es drei Jahre hintereinander deutlich mehr Spannung und einige Überraschungen. Wir konnten Meister werden, standen im Jahr darauf sogar im Champions-League-Finale und in der vergangenen Saison gab es diesen irren Schlussspurt. Mit Leverkusen und Stuttgart kamen zusätzlich weitere Überraschungen hinzu. Das hat jedoch nicht zu mehr Zufriedenheit geführt. Im Gegenteil: Plötzlich gab es wieder Stimmen, die meinten, der BVB müsse schon am 30. Spieltag ziemlich sicher Tabellenzweiter sein. Ein spannender Schlussspurt ist dann auf einmal auch wieder falsch.

Auch die Erwartungshaltung, man müsse in jeder Halbzeit mehrere hochkarätige Chancen herausspielen, ist absurd. Denn das würde bedeuten, dass wir jedes Spiel 4:0 oder 5:0 gewinnen müssten. In dem Moment nämlich, in dem wir dann „nur“ weiterhin 1:0 oder 2:0 gewinnen, hieße es sofort, dass wir unsere Chancen nicht verwerten.

Dann kommt die immer gleiche Geschichte, dass wir – bis auf die Bayern – allen anderen finanziell überlegen seien und diese Spiele deshalb gewinnen müssten. Was dabei gerne vergessen wird: Es hat noch nie eine Mannschaft 32 Spiele gewonnen. Selbst die Bayern, mit noch einmal deutlich mehr finanziellen Mitteln, gewinnen auch in sehr guten Saisons mehrere Spiele nicht. Dann muss es doch möglich sein, die Schlussfolgerung zu akzeptieren, dass das einem Verein mit geringerem finanziellen Vorsprung gegenüber den anderen 16 Teams über eine lange Strecke von 34 Spielen eben häufiger passiert.

Wer wirklich ganz oben angreifen will, müsste sich zudem dafür einsetzen, dass die Umsätze deutlich steigen. Denn der Abstand von rund 350 Millionen Euro zu den Bayern ist schlicht zu groß. Gleichzeitig will man aber an 50+1 festhalten, auf mehrere Millionen von Rheinmetall verzichten, die Dauerkartenpreise niedrig halten und am besten auch den alten Stadionnamen zurückhaben. Das kann man alles so sehen. Nur wird man dann eben nicht ganz oben angreifen können und sich damit abfinden müssen, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist.


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