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Wie andere uns sehen (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Donnerstag, 15.01.2026, 01:43 (vor 10 Stunden, 24 Minuten) @ Redaktion schwatzgelb.de

Es ist hier eigentlich der falsche Thread, in dem ich nun schreibe und außerdem wollte ich zu der jetzt hier (und immer wieder) auftauchenden durchaus in Teilen von einer gewissen Unzufriedenheit geprägten Diskussion um unsere Performance in dieser Saison und unseren Trainer aus diversen Gründen nichts schreiben. Dass ich es dennoch tue, hat mit einem Aspekt zu tun, der vielleicht nicht allzu wesentlich, aber wie ich meine schon recht interessant ist und möglicherweise in der Diskussion ein wenig zu kurz kommt. Nämlich welchen Blick Anhänger anderer Clubs bzw. dort Tätige auf eben diese unsere Performance und unseren Trainer haben.

Wie an anderer Stelle erwähnt, war ich letzten Freitag in Frankfurt und habe dort mitbekommen, was unter mit der SGE sehr verbundenen Unterstützern, Ehemaligen und aktuell dort Tätigen so über die Performance der Eintracht in dieser Saison, den Trainer der SGE und mögliche Alternativen besprochen wurde. Es ging aber auch um das was der BVB in dieser Saison zeigt, welche Entwicklung wir genommen haben und was uns auszeichnet. Ich hatte auch Gelegenheit mich mit dem einen oder anderen auszutauschen. Natürlich ging es auch um Niko Kovač, aber der genießt in Frankfurt ohnehin einen exzellenten Ruf und diesen wird er dort auch behalten. Das dürfte in Einschätzungen sicherlich immer mitschwingen..

Ich greife einen Aspekt heraus, der mir persönlich als ein ganz entscheidender erscheint. Vielleicht ist es sogar der wichtigste. Von einem Ex-Spieler der Eintracht wird er in der Umsetzung durch uns als „phasenweise absolute Weltklasse“ bezeichnet, und er erhielt einhellige Zustimmung. Nicht nur gegen eine momentan eher ‚schwimmende‘ Eintracht, man habe dies schon über die gesamte Saison über beobachtet. Ganz konkret geht es darum, dass selten ein Gegner sein übliches Aufbauspiel gegen uns durchbringt. Was insbesondere zum einen an der Positionierung und Staffelung unserer Spieler im Mittelfeld liegt, aber auch am Zulaufen und Zustellen von möglichen Passwegen des Gegners sowie der Zweikampfführung.

Wir hätten zwar eine sehr stabile und überzeugende Abwehrreihe, diese profitiere allerdings stark davon, weniger Druck über neunzig Minuten zu bekommen als es noch in der Vor-Kovač-Zeit der Fall gewesen sei. Der Schlüssel zu unserer Performance mit nur einer (knappen) Niederlage gegen Bayern, sechs Unentschieden und zehn Siegen bei nur 15 Gegentoren sei dieses ‚Mittelfeldnetz‘, in dem sich das gegnerische Aufbauspiel verfange. Die Tore, die gegen uns fallen, hätten in der Regel andere Ursachen.

Eine Petitesse, so wird sich so mancher denken. Möglich. Aber keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Und etwas, das Anhängern und Mitarbeitern anderer Bundesligaclubs (die SGE ist da kein Einzelfall) allen Respekt abnötigt und in seiner Klasse erkannt, gewürdigt und partiell auch bewundert wird. Zumal bislang auch kaum ein ‚Gegenmittel‘ gefunden wurde.

Geschmäcker sind verschieden, auch im Fußball. Aber auch wenn das was ich beim BVB in dieser Saison Woche für Woche meistens zu sehen bekomme meinen Geschmack nicht unbedingt treffen und mich nicht ‚fußballglücklich‘ machen sollte, so gibt es doch Aspekte, in denen wir fußballerisch-taktisch Spitze sind. Was woanders Respekt erzeugt und alle, die es mit dem BVB halten, doch neben der guten Tabellen- und Punktesituation zumindest in gewissem Maße ‚fußballzufrieden‘ machen sollte.


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