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Neu auf schwatzgelb.de: Investoreneinstieg bei der DFL - Unnötig oder notwendig?: Grundwerte und Investoren beim BVB (BVB)

markus, Dienstag, 09.05.2023, 11:29 (vor 1193 Tagen) @ stfn84

Zunächst einmal gibt es neben der Rendite ja auch steuerliche Vorteile. Ganz grundsätzlich dürfte der Investor die Investition von 2 Mrd Euro sicherlich abschreiben oÄ, sodass auf die angenommene Rendite auch noch weitere Effekte einzahlen.

Die gleichen steuerlichen Vorteile dürfte man allerdings auch haben, wenn man sich in einer Unternehmenstruktur befindet und auf dem Kapitalmarkt mit Anteilen an Unternehmen eindeckt.

Es ist doch logisch, dass sich die Bieter mehr von ihrem Investment versprechen, als eine 2% Verzinsung. Das legt aber nicht den Schluss nahe, dass sie auf jeden Fall 9 Ansetzungen pro Spieltag, wobei 10 Spiele dann in den USA und 10 in Riad stattfinden müssen, einführen werden und die Clubs da überhaupt keine Veto-Option hätten.

Neben monetären Anreizen gibt es aber natürlich noch das Prestige, welches der erfolgreiche Bieter dann mit dem Produkt Bundesliga und den Teams als Faktor einpreisen kann. Das sind alles Faktoren, die den Deal ja offensichtlich doch attraktiv genug machen.

Der Vergleichsmaßstab sind aber nicht 2%. Als Investor will man Geld verdienen (was nur mit Renditen oberhalb der Inflationsrate möglich ist) und nicht Geld vernichten. Ich bin da eher bei den Usern, die hier neulich 10% in den Raum geworfen haben. Das halte ich für absolut realistisch, eben weil halt schon der relativ langweilige MSCI World im Schnitt über 7% abwirft bei sehr breiter Risikostreuung.
Zwar diversifizieren die Investoren selbst auch dadurch, dass sie neben der DFL weitere Investments haben. Insofern findet da auch eine gewisse Risikostreuung statt. Allerdings macht das gesamte Konstrukt nur dann Sinn, wenn man damit die allgemeine Marktrendite outperformen kann.

Da frage ich mich, wie soll das gehen ohne Mitspracherecht und ohne gravierende Änderungen?


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