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Neu auf schwatzgelb.de: Investoreneinstieg bei der DFL - Unnötig oder notwendig?: Grundwerte und Investoren beim BVB (BVB)

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2023, 09:08 (vor 1194 Tagen) @ Sascha

So gelang es dem BVB auch in seiner schwersten und tatsächlich existenzbedrohenden Lage in den Jahren 2004/2005, mit Hilfe von Investoren der zwielichtigen Natur (ohne Florian Homms Geld wären wohl fast alle Rettungsversuche gar nicht erst in die Umsetzungsphase gekommen) und bekannten Investmentbanken wie Morgan Stanley, sich aus den Schlingen der drohenden Insolvenz zu befreien und z.B. auch das alleinige Eigentum am Westfalenstadion wieder zu erlangen …

Das liest sich jetzt für mich nicht so, als sei Florian Homm als positives Beispiel und best practise benannt worden. Aber, soweit ich mich erinnere, hat er dem BVB genützt und nicht geschadet. Ich erinnere mich nicht, dass er die Zerstückelung des Spieltages oder Spiele im Ausland forciert hat/wollte.

Dein Hinweis auf die Moral ist zwar nachvollziehbar, aber zeigt für mich zumindest deutlich auf, dass hier zig Diskussionspunkte zusammengefasst und verknappt werden sollen.
Geht es jetzt um Investoren? Spieltagszerstückelung? Eintrittspreise? Fanrechte? Investment ja, aber nur wenn x Faktoren erfüllt sind?

Es gibt zig Dinge die man im modernen Fußball kritisieren muss. Dazu gehört bspw. die fehlende Weitsicht im Management, die Kostenstruktur etc. Das hat aber 0,0 mit einem Investoreneinstieg zu tun und es macht zudem wenig Sinn das für alle Proficlubs zu diskutieren. Das ist dann schon Arbeit pro Club und Fangruppe.

Ich bin kein Jubelperser der sich über Investoren-Einstiege freuen würde. Aber ich kann schon nachvollziehen, dass sich die Proficlubs in diese Lage gebracht haben. Blöd, aber zT eben auch nicht änderbar (Corona und deren Auswirkungen waren ja nunmal kaum planbar, langfristige Verträge eben nicht von heute auf morgen auflösbar, etc.).

Unter gewissen Rahmenbedingungen kann ein Investment also sogar gut ausgehen. Anstatt die Diskussion auf Ja/Nein zu verknappen wäre es aus meiner persönlichen Sicht sinnvoller die wichtigsten Punkte zu diskutieren und rote Linien aufzuzeigen. Das passiert aktuell nicht, da man sich zu deutlich und grundsätzlich positioniert hat. Am Ende wird es dann wie bei 12:12 zu einer Entscheidung der Clubs kommen - und die Fanszene guckt im Zweifel verdutzt, weil man sich nicht über das wie sondern nur über das ob unterhalten hat.


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