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Neu auf schwatzgelb.de: Investoreneinstieg bei der DFL - Unnötig oder notwendig?: Grundwerte und Investoren beim BVB (BVB)

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2023, 22:12 (vor 1193 Tagen) @ markus

Wenn die Verteilung der Gelder weiterhin so sein sollte, dass die großen Vereine ein deutlich größeres Stück vom Kuchen abbekommen als die kleinen, spätere Aufsteiger gar nichts erhalten sollen (obwohl sie im Zeitraum innerhalb 20 Jahre aufsteigen), dann verfestigt man den Status Quo und dann hat es eben doch einen Zusammenhang zwischen (un-)fairem Wettbewerb und dem Investor.

Wir sprechen von 1,2 Mrd. Euro, also in etwa von den Erlösen die es derzeit jedes Jahr für die TV Rechte gibt. Einmalig. Und dabei ist nun der aktuelle Verteilungsschlüssel problematisch? Ist doch sehr eindimensional.
Wenn Du Bayern und Dortmund rausnimmst und alles Geld gleich verteilst, sprechen wir über eine Einmalzahlung von ca. 35 Millionen Euro.

Und davon ist realistisch auszugehen. Die beiden großen Vereine Bayern und Dortmund jammern übrigens auf hohem Niveau. Beide Vereine sind hervorragend durch Corona gekommen und sind auch ohne Investor liquide. Beide werden aber wahrscheinlich überproportional von den Geldern profitieren.

Also für den BVB ist das ein Stück weit lustig...
Der BVB hat in den letzten zwei Saison mehr als 100 Millionen Euro Verlust gemacht. "hervorragend durch Corona gekommen" wäre da nicht meine Zusammenfassung.

Etwas mehr als 50% in 20 Jahren ist aber keine Rendite, für die ein Investor so viel Geld locker macht. Mal zum Vergleich: der MSCI World Index wächst im Schnitt um 7%/Jahr und verdoppelt sich somit alle zehn Jahre. Das Geld einfach und ohne Aufwand in diesen Index reinbuttern, würde nach 20 Jahren 8 Milliarden bringen. Und das bei deutlich geringerem Risiko, denn der Index fußt breit diversifiziert auf über 1.600 Unternehmen weltweit. Höhere Risiken (und das ist ein Invest in einem einzigen und dazu kleinen Unternehmen wie die DFL) erfordern höhere Renditechancen. Sonst macht ein Investor das nicht. Hier wurden vor einigen Tagen 10% Rendite genannt. Das dürfte an Erwartungen realistisch sein, weil man, wie erwähnt, ansonsten einfach die durchschnittlichen 7% bei deutlich weniger Risiko mitnehmen könnte.

Aha.
https://www.boerse.de/renditedreieck/MSCI-World/XC0009692739

Dann legen wir heute mal all unser Geld in den MSCI World an. 7% sind ja garantiert, woll? ;-)

Das kann sein. Ist aber ebenfalls unabhängig von einem Investor zu sehen. Zudem wird unterstellt, dass das eine zwangsläufige Konsequenz ist.
Ist aber eben nicht der Fall. Oder gibt es dafür eine Quelle?


Das ist die logische Konsequenz. Wie will man denn sonst die Renditeerwartungen erfüllen? Das geht nur mit ganz massiven Änderungen.

Ganz konkret die Frage an Dich: Das ist nur beim Investoren-Deal so? Oder grundsätzlich?

Es ist aber in einer Demokratie auch erlaubt, andere von etwas zu überzeugen. Die Fanszene tut dies mit Argumenten und Transparenten.

Absolut!
Die Argumente, siehe weitere Postings, habe ich ja ein stück weit auf- und angegriffen. Lass uns gerne konkret diskutieren, statt grds.

Die Kryptobörse Coinbase würde ich nicht auf eine Stufe stellen mit Ländern, die Menschenrechte mit Füßen treten. Mit Krypto verliert man höchstens Geld (oder gewinnt es). Saudi Arabien diskriminiert Menschen.

Mir geht es darum, welche Eigentümer-Struktur diese windigen Firmen haben.


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