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Neu auf schwatzgelb.de: Investoreneinstieg bei der DFL - Unnötig oder notwendig?: Grundwerte und Investoren beim BVB (BVB)

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2023, 16:58 (vor 1194 Tagen) @ Sascha

Es ist ja nicht einmal klar formuliert, worauf sich die 12,5 % beziehen...


Soweit ich das der Berichterstattung entnehmen kann, sind es 12,5% der Einnahmen. Die sind national sicherlich sehr gut, international aber sehr dürftig. In Summe kommt man da derzeit wohl auf 1,2-1,3 Mrd. Euro p.a.

Jetzt kann man unterschiedliche Szenarien entwickeln. Zumindest ist es in meinen Augen sinnvoll, wenn der „Partner“ (Investor, Satan, oder wie auch immer man den bezeichnen will) eine variable Vergütung mit leistungsabhängigen Faktoren bekommt.

Und ich gebe gerne zu, dass ich mir da eine platte und sehr eindimensionale Sichtweise erlauben.


Ist ja auch ok und sei Dir unbenommen. Gleichwohl wird man anmerken dürfen, dass man die eindimensionale Betrachtung eines komplexen Sachverhalts eben als nicht sonderlich zielführend betrachten darf. Ich sage nicht, dass Deine Meinung "falsch" ist, sondern nur, dass es mir missfällt, wenn man einfach irgendwelche Behauptungen in den Raum stellt und so tut, als ob es genau so käme. Aber nur, wenn es auch den Investor gibt. Ansonsten wäre nämlich alles dufte.

Ist es nicht. Das wissen wir.
Aber wir sind auch nur ein Teil des BVB.

Wenn die vom Verein beauftragte KGaA zum Schluss kommt, man müsse das machen, sollte man sich damit eben sachlich auseinander setzen. Wäre zumindest der faire Anspruch, auch wenn man andere Herangehensweisen wählen kann. Offensichtlich.

Wie gesagt, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass mit dieser Geschichte eine weitere Verschlechterung der Bedingungen für Stadiongänger einhergeht. Schon die sehr schwammige Informationspolitik der DFL zeigt mir, dass sich da etliche Kröten für Fans verstecken.

Das eine hat mit dem anderen ja wenig zu tun.

Wir sind leiderprobt. Wir haben in den letzten Jahren viele Kröten schlucken müssen. Aber das lag bisher nicht an einem Investor - so fair muss man doch sein. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass das so kommen könnte (!). Deine Aussage mag also stimmen, kann aber auch Quatsch sein. Weil manches eben überhaupt noch nicht feststehen dürfte.

Und jetzt kommen ein paar Dinge zusammen:
Gegen sie Spieltagszerstückellung gab es konkrete Proteste, man hat im Nachgang die Interessen der Fans (besser) berücksichtigt.
Dabei ging es aber eben um ganz konkrete Proteste in der Sache, inkl. dezidierter Argumentation.

Jetzt wirkt es so, als seie die Diskussion so engstirnig und verknappt, dass es in meinen Augen unredlich und unverschämt wird.

Wenn ich sage, dass man den Club-/DFL-Vertretern nicht glauben darf, weil sie uns eh immer nur belügen und kleinhalten wollen, ist das eine legitime Position. Dann ist aber die logische Schlussfolgerung, dass auf der nächsten Mitgliederversammlung des BVB die Abberufung der Geschäftsführung der KGaA zu diskutieren und entscheiden ist.

Der Wettbewerb in der Liga ist in vielen Bereichen tot. Daran ändert auch keine Meisterschaft des BVB etwas. Das ändern aber auch nicht 60% von 2-3 Milliarden, die bei Gleichverteilung ca 56-83 Millionen Euro für jeden der 36 Proficlubs rein gar nichts. Das Geld kann man dann in Infrastruktur stecken, wenn man es nicht bereits tat und in diesem Punkt für gute Arbeit belohnt wird.

Es geht hier aber eben sowohl um Professionalisierung (mehr Erlöse) und Liquidität. Mehr als bei einem Kredit. Im besten Fall so gestrickt, dass alle daran verdienen.
Das nun mit dem modernen Fußball zu verquicken ist ein stück weit eben schlichtweg Nonsens, da es nicht kausal zusammen hängt.

Und am Ende werden die Millionen wieder auf den Konten von Spielern, Beratern und Funktionären landen. Ich will gar nicht sachlich und ergebnisoffen diskutieren, ob ich dafür zukünftig Sonntag Abend um 22 Uhr im Stadion sitzen soll, sondern dem ganzen einfach nur den Stinkefinger zeigen.

Das ist voll ok.
Es muss darüber diskutiert werden, dass die Millionen nicht einfach irgendwo bei windigen Beratern oder. den Dembélé dieser Welt versacken. Aber man muss einpreisen was überhaupt möglich ist. Zudem hat auch das 0,0 mit dem Einstieg eines Investors zu tun, es ist eine grundsätzliche Problematik.

Und ich glaube, dass diese Herangehensweise ein Bärendienst für die Faninteressen ist.
Das aktuelle Auftreten erinnert in Teilen an das meiner Kita-Kinder: Ich will aber…
Man fordert maximale Transparenz und Diskussion, steht hierfür aber gar nicht zur Verfügung.

Statt die roten Linien klar zu benennen und „Spielregeln“ aus Sicht der Fanszene aufzuzeigen, sagt man einfach, dass das grundsätzlich scheisse ist. Aber, realistisch betrachtet, wird es wohl so kommen, wenn denn die Clubs zustimmen. Dann im Nachgang umzuschwenken und zu sagen: „Wir finden dich, Investor, zwar maximal scheisse, aber wir verlangen nun mit am Tisch sitzen zu dürfen“ ist eine Mischung aus Naivität und eigener Überhöhung. Ich persönlich hielte eine grundsätzliche Bereitschaft zur Diskussion da einfach für zielführender. Vielleicht wird die auch geführt, bei mir kommt es aber nicht so an.


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