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Neu auf schwatzgelb.de: Investoreneinstieg bei der DFL - Unnötig oder notwendig?: Grundwerte und Investoren beim BVB (BVB)

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2023, 11:38 (vor 1194 Tagen) @ Sascha

Also für mich ist das Thema jetzt dann schwer zu greifen.
Ist man grundsätzlich gegen den Einstieg eines Investors? Oder nur, wenn dieser sich Geld aus Saudi Arabien holt? Was ist mit der Bundesrepublik, die mit Ländern wie Saudi Arabien handelt, sogar Rüstungsgüter dorthin ausführen lässt?

Ein Einstieg von Abu Dhabi & Co. bei Newcastle, City oder PSG ist doch nicht gleichzusetzen mit einem Investoren-Einstieg bei der DFL, bei der es um eine bessere Vermarktung der (internationalen) TV Rechte und damit neben erhoffter Expertise eben auch um Liquidität geht.

Wenn wir eine Diskussion über Moral in der Bundesliga oder bei Bundesligisten führen wollen, dürften wir relativ schnell zum Schluss kommen, dass man sich das nicht mehr guten Gewissens angucken darf.
Was ist mit unseren Sponsoren? Inwieweit arbeiten die mit "Schurkenstaaten" zusammen? Wie viele PE-Unternehmen sind bei Evonik oder Puma aktiv? Warum bieten wir unseren Top Sponsoren bwin, bybit und hector network eine Werbeplattform?
Kurzum: Sind wir (und andere Bundesligisten) überhaupt in der Position den moralischen Zeigefinger zu erheben?

Das alles hat nicht die Schlussfolgerung, dass man den Investoren-Deal nun kritiklos begleiten muss und am besten noch applaudierend daneben stehen soll. Es geht aber darum, dass man eine sachliche Diskussion führt, die zumindest die Option einer Konsensentscheidung vorsieht.

Die Zerstückelung der Spieltage etc. wurde ohne PE und Florian Homm et al. forciert. Ebenso die geringe Wertschätzung von Fan-Interessen. Statt zu sagen, "Investorendeal geht grundsätzlich gar nicht, denn das Geld ist schmutzig und führt dazu, dass wir bald 9 Anstoßzeiten haben" ist in meinen Augen eben Schwachsinn und eine fehlgeleitete Diskussion.

mE sollte man eher versuchen kompromissbereit Wege aufzuzeigen unter welchen Rahmenbedingungen das ganze so funktionieren kann, dass man alle Interessen unter einen Hut bringt.

Wenn man aber nur "den alten Fußball zurück haben will" wird man das schon so deutlich sagen müssen und entsprechend auf die Barrikaden gehen müssen. Diese Überladung des Investoren-Themas tut der Sache offensichtlich nicht gut.


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