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Neu auf schwatzgelb.de: Investoreneinstieg bei der DFL - Unnötig oder notwendig?: Grundwerte und Investoren beim BVB (BVB)

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2023, 15:23 (vor 1193 Tagen) @ Sascha

Du wirfst ja einfach Annahmen in den Raum und sagst: Wird so kommen, das wäre ja sonst dumm.

Finde ich einigermaßen stumpfsinnig. Zudem hat das 0,0 mit einem Investor zu tun, sondern gilt grundsätzlich auch gegenüber der jetzigen Struktur in der DFL. Schließlich hat keine Heuschrecke Montagsspiele vereinbart, es waren die Clubvertreter. Und es zeigt auch, dass es Protest der auf die Sache konkret ausgerichtet sein kann, der sodann auch etwas bewirkt. Man ist aber ja inzwischen in der Schleife, dass man es in jedweder Konstellation ablehnt.

Wenn ich es richtig begreife, sind 12,5% der Erlöse aus der TV-Vermarktung bei gleichbleibenden Erlösen eine ziemlich gute Verzinsung. Auf 20 Jahre gerechnet kommt man da ja auf eine Wertsteigerung von 50-75%. Wenn man meint mehr erlösen zu können, partizipieren Investor und DFL Clubs, ohne, dass man einen Fixbetrag (wie bei einem Kredit) zurück zahlen müsste. Man will damit Expertise (Vermarktung) und Liquidität generieren.

Ich finde es einigermaßen albern, wenn man das mit Sponsoren nicht ganz so eng sieht, es aber als Kritikpunkt für Investoren nimmt. Das ist ja situative Moralkeule par excellence.

Wenn ich, was ich zu 100% nachvollziehen kann, derartigen Geldgebern keine Plattform bieten möchte, muss ich mich zwangsläufig vom Bundesliga-Fußball verabschieden. Woher kommen denn die Einnahmen der UEFA, wer steckt hinter Sky&DAZN?

Statt in der Sache auf rote Linien (Keine weitere Zerstückelung der Spieltage, keine Pflichtspiele im Ausland, …) hinzuweisen, wird der Sachverhalt so dargestellt als ob man die Wahl zwischen alter Welt (Bundesliga mit Wettbewerb) vs. neuer Welt (Investor = alles böse des modernen Fußballs) hätte. Das ist in etwa so, als würde man sagen „die Milliarden die wir nach Brüssel überweisen können wir 1:1 in die Krankenversorgung investieren“ (=populistischer Schwachsinn).

Um das nochmal festzuhalten:
Man darf das alles gerne ablehnen. Die aktive Fanszene hat das schon sehr deutlich getan.
Ich finde, dass man aber wenigstens darauf hinweisen darf, dass die DISKUSSION zu diesem Thema auch auf Fanseite recht dürftig, eindimensional und in der Sache nicht wirklich konstruktiv verläuft.


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