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Trainer Terzic Mentalitäts-Debatte, nächste Niederlagenvon selbst (BVB)

Bembele, Münster, Mittwoch, 05.10.2022, 11:27 (vor 1424 Tagen) @ Gazelle

Ich glaube, dass so eine Mentalitätsdebatte grundsätzlich am Thema vorbeigeht und das Problem in erster Linie nicht eines der Mentalität sondern der Qualität ist. Jeder Spieler und jede Mannschaft ist Schwankungen unterworfen. Innerhalb eines Spiels und auch über längere Zeiträume, da kein Spieler 50 mal im Jahr 90 Minuten lang körperlich und mental am oberen Limit agieren kann.
Abgesehen von der individuellen Qualität der Spieler geht es dabei mMn vor allem um die Qualität des Zusammenspiels: Bei den besten Mannschaften kommen daher diese Schwankungen kaum zum Tragen, weil sie sich auf Mechanismen und hundertfach eingeschliffene Abläufe berufen können. Mannschaften von Simeone, Klopp und Guardiola können quasi im Halbschlaf das eigene Tor verteidigen (Simeone), den Gegner permanent im Gegenpressing unter Druck setzen (Klopp) bzw die Kugel so zirkulieren lassen, dass die andere Mannschaft kaum an den Ball kommt (Guardiola), weil die Abläufe so eingeschliffen sind, dass sie kein hohes Mass an Konzentration mehr erfordern. Daher wird selbst eine körperlich und mental müde Mannschaft, die diese Qualität besitzt, sich immer auf diese basics berufen können, nie unter ein gewisses Nivea absinken und auch schwächere Phasen innerhalb eines Spiels und einer Saison besser überstehen.

Dem kann man nur zustimmen: es ist schlicht und ergreifend die fehlende Qualität - auch wenn Qualität und Mentalität auf dem Niveau nur schwerlich zu trennen sind.

Von den bisherigen BL-Spielen wurden auch einige Spiele vor allem mit Glück gewonnen, die man sehr gut hätte verlieren können (Leverkusen, Freiburg hatten Chancen genug, um deutlich zu gewinnen), gegen Bremen und Leipzig völlig verdient verloren, in Köln wäreein Unentschieden gerechter gewesen. So kann man glücklich sein, schon 15 Punkte zu haben. Doch nun droht man in den nächsten 2 Spielen nach unten durchgereicht zu werden.

In der BL halbwegs überzeugend waren die gegen Hertha und Hoffenheim.
Es treten dieselben Defizite auf wie bei Rose, viel klein-klein auf engem Raum (Hazard versuchte es in Köln doch tatsächlich bei Rückstand unbedrängt im Mittelfeld bei aussichtsreichem Konter und ohne Not - und natürlich erfolglos - mit einem Hackenzuspiel auf Meunier) und daher viele leichtfertige Ballverluste.

Zu viele Akteure haben technische Defizite und die Entschlossenheit, das Tor machen (z. B. Malen in Köln) und auch zu verteidigen (Ausnahme ManCity) : da braucht man sich nur Adeyemi und Guerreiro beim ersten (hätte dieser doch nur den rechten Fuß zur Klärung des Balles benutzt!) und Süle vor dem zweiten Gegentor (da muss er dem Schützen energischer entgegenkommen, um den Ball zu blocken) in Köln anzuschauen.

So wird - ganz egal, wie das heute ausgeht - nächsten Samstag garantiert die nächste (klare) Niederlage (gegen die, die nahezu in jeder Partie etwa 5 100%ige Torchancen kreiren) kommen und am Samstag darauf im Kampf an der Alten Försterei dürfte - wie in den letzten Jahren auch - kaum etwas zu holen sein. Das könnte den 8./9. Tabellenletzten bedeuten. Aber vielleicht kehrt das große Glück wie an den ersten beiden Saisonspielen zurück.


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